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Tradition: Konzert bei Kerzenschein erinnert an Tag der Menschenrechte

Tradition : Konzert bei Kerzenschein erinnert an Tag der Menschenrechte

Es ist inzwischen eine wichtige Tradition geworden: das Candlelight-Konzert, zu dem Amnesty international, Bezirk Linker Niederrhein, die Viersener Bahá'í-Gemeinde und die Stadt Viersen in das Viersener Stadthaus einladen.

Das Konzert soll auf die Arbeit der Menschenrechtsorganisation aufmerksam machen und an die nach wie vor im Iran inhaftierten sieben Führungsmitglieder der Bahá'í-Religion erinnern.

Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) sagte, dass der 10.

Dezember als Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen sich besonders eigne, sich für Menschlichkeit stark zu machen. Nicht ohne Grund laute der Artikel 1 des Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar.".

Vertreter von Amnesty international und die Bahá'í-Gemeinde erinnerten mit dem Konzert daran, dass Menschenrechtsverletzungen nicht nur Statistik seien: "Wir dürfen nie vergessen, dass hinter den schrecklichen Zahlen einzelne Schicksale stehen. Wir dürfen nie vergessen, dass Männer, Frauen und Kinder Verfolgung und Gewalt gegen Leib und Seele ausgesetzt sind."Auch 70 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gebe es vielfältige Gründe für Verfolgung: Hautfarbe, Geschlecht, Religion, politische oder sonstige Überzeugung, nationale oder soziale Herkunft, Vermögen oder Geburt. Auf Befehl von Staaten oder bewaffneten Organisationen würden Menschen gefoltert oder ermordet, versklavt oder sind willkürlich inhaftiert, oft auch nach unfairen Gerichtsverfahren.

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Die Bezirksgruppe von Amnesty international wollte mit dem Konzert ein Zeichen setzen, dass es überall auf der Welt Menschen gibt, die hinsehen und Menschenrechtsverletzungen nicht einfach wortlos hinnehmen.

Als Plädoyer für den Alltag gab die Bürgermeisterin den zahlreichen Zuhörern im Foyer des Stadthauses ein Zitat des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King mit auf den Weg: "Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen." RP

(RP)