Im Oktober im Kreis Viersen zum Licht-Test

Sicherheit im Kreis Viersen : Licht-Test für mehr Sicherheit

Nach Terminvereinbarung prüfen die Experten in den Meisterbetrieben der Innung acht Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung auf Funktion und richtige Einstellung.

Unter dem Motto „Mehr Sicherheit durch gutes Licht“ ruft die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Kreis Viersen zur Teilnahme am kostenlosen Licht-Test auf. Bis Ende Oktober können Autofahrer die Beleuchtung ihres Wagens in einem der rund 100 Innungs-Fachbetriebe im Kreisgebiet überprüfen lassen – denn: „Blindflüge“ müssen nicht sein. Landrat Andreas Coenen (CDU) ging mit gutem Beispiel voran: Er ließ die Beleuchtung seines Dienstwagens im Autohaus Hermann Lamparter in Viersen checken. „Sehen und gesehen werden – das ist im Straßenverkehr lebenswichtig. Deshalb unterstütze ich die Aktion der Kfz-Innung und kann allen Autofahrern nur empfehlen, den Licht-Test machen zu lassen“, sagt der Landrat. Wie wichtig das ist, zeigen die Ergebnisse des Licht-Tests aus dem vergangenen Jahr: Jedes dritte überprüfte Fahrzeug in NRW war mit mangelhafter Beleuchtungsanlage unterwegs. Mal waren die Hauptscheinwerfer defekt, mal waren die Scheinwerfer zu hoch oder zu tief eingestellt, mal war die Heckbeleuchtung nicht in Ordnung. „Wer im Straßenverkehr blendet oder einäugig fährt, gefährdet sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer“, betont Marc Peters, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein. Im letzten Quartal des Jahres nehme die Anzahl der Unfälle erfahrungsgemäß zu, fügt er hinzu. Der Licht-Test dauert nur wenige Minuten. Nach Terminvereinbarung prüfen die Experten in den Meisterbetrieben der Innung acht Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung auf Funktion und richtige Einstellung, erklärt Richard Tendyck, Obermeister der Kfz-Innung Kreis Viersen: „Häufig sind die Fehler schnell und kostenlos behoben.“ Kosten kommen nur dann auf den Fahrzeughalter zu, wenn Ersatzteile eingebaut oder umfangreiche Einstellarbeiten vorgenommen werden müssen. Nach bestandener Prüfung erhält das Fahrzeug eine Licht-Test-Plakette. Peters fügt hinzu: Gutes Licht am Auto reiche nicht aus, wenn die Augen nicht „richtig eingestellt“ seien. Auch ein regelmäßiger Sehtest sei ein Muss, denn jeder zweite Fahrer sehe nicht ausreichend. Auch nach dem Licht-Test sollten Autofahrer auf die Beleuchtungsanlage ihrer Fahrzeuge achten, rät Thomas Lamparter, Vorstandsmitglied der Innung und Geschäftsführer des Autohauses Lamparter – gerade bei Autos, die noch keine Ausfall-Kontrollleuchte haben. Verschmutzte Scheinwerfer schlucken viel Licht – sie sollten regelmäßig gesäubert werden. Beschlag an den Scheiben verschwindet mit einem Antibeschlagtuch. Ganz wichtig sei zudem ein Rundgang ums Auto bei eingeschalteter Warnblinkanlage und Beleuchtung, so Lamparter. Wer dabei feststellt, dass eine Glühlampe defekt ist, sollte sie austauschen. Den Licht-Test gibt es seit mehr als 60 Jahren, er ist Deutschlands größte und älteste Verkehrssicherheitsaktion. Das Deutsche Kfz-Gewerbe organisiert ihn gemeinsam mit der Verkehrswacht unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Wer am Licht-Test teilnimmt und drei Fragen richtig beantwortet, kann einen Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid gewinnen.

(RP)
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