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Im Bethanien-Kinderdorf wird nun unabhängig vom Wetter geklettert

Engagement in Schwalmtal : Im Kinderdorf wird nun unabhängig vom Wetter geklettert

Im Kinder- und Jugenddorf Bethanien kann nun auch bei regen geklettert werden: Das macht die neuen Kletterwand möglich. Für sie hat der Förderverein gesorgt.

Knapp 50 Quadratmeter groß ist die neue Kletterwand. Sie steht  an der Rückwand der Bühne im Theatersaal des Kinder- und Jugenddorfs Bethanien. Möglich machte die Anschaffung der Förderverein Freundeskreis Bethanien Kinderdorf Schwalmtal.

6,10 Meter hoch und 7,60 Meter breit ist die Kletterwand mit rund 70 Klettersteinen. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade: Gelbe Steine gehören zur leichten Strecke Pikachu, die blaue Strecke heißt Sportschlumpf, die grüne Strecke hat den Namen Gekko bekommen und die rote Strecke Flash ist anspruchsvoll und erfordert eine gewisse Körpergröße. Außerdem gibt es noch eine grün-schwarze-Borussia-Strecke. Oben ist eine Hupe angebracht, die man fest drücken kann, wenn man diese mittelschwere Strecke geschafft hat. Dort kann man auch etwa den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen. „Die orangefarbene Strecke hat den netten Namen ,Schaffst du eh nicht’, erläutert Erlebnispädagoge Christoph Tappeßer mit. Diese Strecke  wurde nach den Vorgaben einer Kletterin aus dem Bethanien-Kinderdorf angebracht. Die 13-jährige Rihanna klettert seit zwei Jahren. „Sie ist wirklich sehr talentiert“, sagt Tappeßer.

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Die Idee, eine Kletterwand anzubringen, gibt es schon länger. Da leider ein beliebter Kletterbaum im Park des Kinderdorfes gefällt werden musste, musste eine Alternative her. „Wir wollten das drinnen machen, um wetterunabhängig zu sein. Die Bühne hat die höchste Wand und dort kann die Kletterwand mit Vorhängen auch verdeckt werden“, erklärt die Kinderdorfleiterin Julia Bartkowski. „Wir sind nun überglücklich, dass der Freundeskreis die Wand ermöglicht hat.“

„Aufgrund einer Erbschaft hatten wir ein Budget zur Verfügung. Da ist jetzt noch eine Summe übrig, so dass die Wand auch noch attraktiv bemalt werden kann. Ein Sprayer soll engagiert werden, der die Wand gestaltet“, so Uwe Roscheck, Vorsitzender des Fördervereins. Das Motiv soll eine Avenger-Captain-Kido-Darstellung sein. Ein Sprayer, der diese Vorgaben umsetzen kann, wird noch gesucht.

Ortsansässige Firmen wurden mit der Holzkonstruktion beauftragt, Jugendliche haben beim Anbringen der Holzplatten geholfen. Die Steine wurden in Eigenregie angebracht. Nur unter Aufsicht darf die Wand zum Klettern genutzt werden, dafür haben drei Mitarbeiter des Kinderdorfes eine Fortbildung für den Sicherheitsscheins absolviert.         Birgit Sroka