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Chor Joyful Voices aus Niederkrüchten geht ins Tonstudio

Chorjubiläum in Niederkrüchten : Joyful Voices geht ins Tonstudio

Zum 25-jährigen Bestehen macht sich der Gospelchor um Leiter Volker Mertens selbst ein Geschenk: Er geht ins Tonstudio. Was die Mitglieder planen.

Die Mitglieder des Gospelchores Joyful Voices um Chorleiter Volker Mertens haben Grund, ein fröhliches Lied anzustimmen. Und das tun sie zu ihrem 25-jährigen  Bestehen auch. Wenn auch in anderer Form als üblich.

Denn die Chormitglieder setzen einen großen Jubiläumsplan um.  Wobei der ganz große Plan, der noch vor der Corona-Pandemie gefasst wurde, erstmal verschoben werden musste. Denn eigentlich war geplant, das Pop-Oratorium „Messiah“ des Oslo Gospel Chores aufzuführen.

Stattdessen wird der Chor ein Video produzieren. Und das geht so: An diesem Wochenende fährt jedes Chormitglied zu einem festgelegten Zeitfenster in ein Tonstudio in Geldern. Dort singt es seinen Part des vorher eingeübten Songs „Time to celebrate“ von Joakim Arenius ein. Ein Playback im Ohr dient der Unterstützung. Beim Singen wird jeder außerdem gefilmt.

Der Techniker, der zwei Tage für die Aufnahmen angesetzt hat, schneidet und bearbeitet dann die Ergebnisse, sodass Ende Juli/, spätestens Anfang August auf der Homepage des Chores und auf YouTube ein  Kachel-Video zu sehen sein wird: Darin singt der Chor scheinbar zusammen.  Dann heißt es „Time to celebrate“ – und das ist doch ein gutes Motto für die kommenden Monate, in denen hoffentlich immer mehr an gemeinsamer Chorarbeit möglich sein wird.

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Die Joyful Voices sind seit ihrer Gründung immer beliebter geworden. Im Oktober 1996 gab Volker Mertens einen Wochenendworkshop zur Einführung in den Gospelgesang. Ein kleiner Kreis von etwa 20 Leuten traf sich danach, so erinnert sich Mertens, zur wöchentlichen Probe.

Dieser anfangs kleine Kreis wuchs zu einem immer größeren: Fünf Jahre später gehörten bereits 60 Sängerinnen und Sänger dazu, heute sind es 100, die meisten davon sind Frauen. Singen begeistert Menschen jeden Alters, entsprechend groß ist die Altersspanne: 50 Jahre liegen zwischen dem jüngsten und dem ältesten Mitglied der Joyful Voices.

Die Corona-Pandemie hat – wie bei zahlreichen Vereinen und Institutionen – auch die Chor-Arbeit eingeschränkt. Wegen der Corona-Schutzverordnung und der Kontaktbeschränkungen konnten etwa gemeinsame Chorproben nicht stattfinden. Eine Alternative fand Mertens, indem er die Proben via Zoom angeboten hat. Dabei konnte jedes Chormitglied für sich singen. Ein Vorteil:  „Man blieb im Kontakt“, zieht der Chorleiter nach den virtuellen Proben eine Bilanz. Aber technisch sei das nicht perfekt.

Wegen der sinkenden Inzidenz-Werte wurden die Corona-Maßnahmen auch im Kreis Viersen gelockert: Auch für die Joyful Voices bedeutet dies, dass sie wieder gemeinsam singen können. Jetzt plant der Chor seine Proben auf der grünen Wiese – mit Abstand.

Aber erstmal wird das Jubiläumslied angestimmt, denn 25 Jahre Chorgemeinschaft sind ein guter Zeitpunkt,  um zu feiern.

         Sigrid Blomen-Radermacher

(b-r)