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Besonderes Bingo beim Regionalen Beschäftigungs- und Begegnungszentrum Schwalmtal-Amern

Integration in Schwalmtal : Bingo ganz anders spielen

30 Männer und Frauen des Regionalen Beschäftigungs- und Begegnungszentrums Amern beteiligten sich an einer außergewöhnlichen Variante des Bingo-Spiels.

Bingo ist ein beliebtes und erprobtes Spiel bei den Besuchern des Regionalen Beschäftigungs- und Begegnungszentrums  (RBB) des Landschaftsverbandes Rheinland in Schwalmtal-Amern. Doch diese Art von Bingo war auch den 30 Männern und Frauen zwischen 20 und mehr als 80 Jahren neu: In einer Woche sollten nicht Zahlen, sondern Orte gesucht und besucht werden.

Ausgedacht hatten sich diese Herausforderung die Macher der Special Olympics NRW. Nicht nur Bingo als Wochen-Challenge stand auf der Liste der Disziplinen, sondern auch Stand-up-Paddeln, Bogenschießen oder Fußballgolf.

„Wir haben geschaut, was passt. Und da wir eh regelmäßig Bingo spielen, kam das für uns gut in Frage“, erzählt Heike Holtappels, Leiterin des RBB Amern. Nun  ging es ums „Outdoor-Foto-Bingo“. 16 Begriffe waren von der Organisation Special Olympics vorbereitet worden, die von den Teilnehmern in einer Woche gesucht und besucht werden sollten. Bei den Begriffen ging es um einen Wald, einen Spielplatz, den Lieblingsort, einen Hügel, die Eisdiele. Außerdem sollten Pferde gefunden und gestreichelt werden, ein Schloss und ein See besucht, Gartenzwerge entdeckt und Fußball gekickt werden. Weitere Aufgaben bestanden darin, das höchste Gebäude des Ortes, den lustigsten Straßennamen und das schönste Graffiti zu benennen.

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War alles kein Problem. Nur bei der letzten Aufgabe wurde ein wenig geschummelt, weil in Amern und Umgebung einfach keine schönen Graffiti aufzufinden waren. Am Hariksee konnten auf einen Streich drei Aufgaben abgehakt werden: das Inselschlösschen deckte die Kategorie Schloss ab, der See liegt gleich davor und die Eisdiele ist auch ganz nah.

Anstrengend war die Woche schon. Vormittags und nachmittags machten sich die Männer und Frauen mit ihren Betreuern auf den Weg. Meist zu Fuß, manchmal aber auch mit dem Bus. Anstrengend ja, aber auf eine angenehme Weise. Alle waren hoch motiviert. „Nach der langen Pause durch Corona waren wir froh, endlich wieder einmal unterwegs zu sein“, sagt Holtappels. Auch die Schwalmtaler freuten sich, die Menschen aus dem Begegnungszentrum wieder einmal zu sehen. „Als wir in Waldniel waren, spendierte ein Bäcker der ganzen Gruppe Kuchen“, erinnert sich die Leiterin.

Zu Beginn und am Ende wurde ordentlich gefeiert: „Am Montag haben wir ein Start-Event gemacht: Jeder erhielt einen Kraftdrink und eine Starternummer. Am letzten Tag trafen wir uns mit der Wegberger Gruppe und grillten. Jeder bekam einen Orden.“ In Wegberg liegt der zweite Standort des Zentrums.

Als das höchste Gebäude wählte die Gruppe übrigens die evangelische Kirche in Amern aus. Als lustigsten Straßennamen kürten die Männer und Frauen den „Hühnerkamp“ in Waldniel.

Sigrid Blomen-Radermacher