Albertus-Magnus-Gymnasium in Viersen-Dülken macht mit bei der 72-Stunden-Aktion

Dülken : In 72 Stunden die Artenvielfalt stärken

Im Kesselsgarten in Dülken wurde gesägt, gebohrt und gepflanzt. Bei der Aktion des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter dem Motto „72 Stunden – uns schickt der Himmel“ beteiligte sich das Albertus-Magnus-Gymnasium in Kooperation mit dem Kolpingbildungswerk Dülken, dem Dülkenbüro und der Stadt Viersen mit einem eigenen Projekt.

Bei der Sozialaktion machten bundesweit mehr als 80.000 Freiwillige mit. In Dülken nahmen Schüler der fünften bis achten Klasse teil. „Alles läuft auf freiwilliger Basis. Insgesamt neun Schüler haben sich bereit erklärt“, erzählte Johannes Hütz, Lehrer am Albertus-Magnus-Gymnasium. Unter Leitung von Jürgen Tüffers, der als Garten- und Landschaftsbauer des Kolpingbildungswerks das Projekt unterstützt, bauten die Schüler Nistkästen, Insektenhotels, eine Wildblumenwiese und ein Info-Zentrum. „Wir haben einen kleinen ökologischen Mikrokosmos erschaffen“, erklärte Hütz. Kreativ durften die Schüler bei der Gestaltung werden. Bei den Nistkästen für Bienen mussten zwei bis zehn Millimeter große Löcher in ein Stück Holz gebohrt werden. Das Material wie Baumstämme, Komposterde und Sämereien hatte die Stadt Viersen zur Verfügung gestellt. Das zunächst brache Gelände haben die Schüler ausgemistet und Stauden gepflanzt. „Für die Wildblumenwiese mussten zwei Kubikmeter Erde eingefüllt werden“, erzählte Tüffers. Der Landschaftsgärtner sieht in diesem Projekt die Artenvielfalt gestärkt. Die Schüler bekommen eine direkte Verbindung zu der Natur: „Ich habe schon viele schöne Dinge in der Natur gesehen, aber noch nie so etwas selbst gemacht“, sagte Emil (12). Auch die anderen Schüler waren begeistert von der Aktion. „Man sieht hier direkt, was man geschafft hat“, erklärte zum Beispiel die Lilly (14). Es sei zwar auch sehr anstrengend, aber mache großen Spaß. Vor allem das Arbeiten im Team gefiel den Jugendlichen. Alle Beteiligten waren überzeugt von der Aktion. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Tüffers, der sich vorstellen kann, ähnliche Projekte mit Hütz zu starten.

(rdo)
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