Ruhestand: Abschied aus dem Pflegedienst

Ruhestand: Abschied aus dem Pflegedienst

Auf zwei Projekte ist Dorothee Böckels bei ihrer Arbeit für das Allgemeine Krankenhaus (AKH) Viersen besonders stolz: die Zusammenarbeit bei der Versorgung der britischen Streitkräfte und die Fertigstellung des Kinderhauses Viersen im Jahr 2010. Nach mehr als 46 Jahren im AKH ist die Pflegedienstleiterin nun in den Ruhestand gegangen. "Die Briten hatten systembedingt völlig andere Erwartungen an ein Krankenhaus", erinnert sie sich. Das AKH übernahm ab 1993 die medizinische Versorgung der britischen Soldaten und ihrer Angehörigen.

Böckels war bei der Umsetzung federführend: "Es war eine sehr interessante, lehrreiche Zeit." Ein zweiter Meilenstein für die zupackende Pflegedienstleiterin, die ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwester 1972 in der damals noch selbstständigen Kinderklinik St. Nikolaus begann, war die Planung und Etablierung des Kinderhauses. Böckels und der Chefarzt der Kinderklinik des AKH, Christoph Aring, wollten schon lange schwerst mehrfach behinderten Kindern ein Zuhause geben.

Beide traten über Jahre dafür ein. Der damalige Geschäftsführer des AKH, Gerold Eckardt, unterstützte sie dabei. "Der Bau war für mich ein echter Herzenswunsch", sagt Böckels, die sich von der Krankenschwester bis zur Pflegedienstleitung hocharbeitete. Ihre Nachfolgerin wird die 37-jährige Schwalmtalerin Nadine Lafontaine. RP

(RP)
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