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20 Jahre Gesprächskreis für pflegende Angehörige in Schwalmtal

Engagement in Schwalmtal : 20 Jahre Gesprächskreis für pflegende Angehörige

Im Januar 2000 fand das erste Treffen des Gesprächskreises für pflegende Angehörige statt. Pfarrer Harald Ulland hatte damals die Idee, mit diesem Angebot den Betroffenen eine Möglichkeit zu bieten, sich auszutauschen und Hilfe zu erfahren.

Seitdem ist Edith Berndt (84) die Leiterin der Gruppe.

„Das liegt mir sehr am Herzen und ich mache das weiter, so lange ich kann. Man bekommt wirklich sehr viel zurück. Man weint und lacht zusammen“, sagt Edith Berndt. Die Teilnehmer kommen aus Schwalmtal, aber auch aus Bracht, Brüggen, Dülken, Elmpt, Oberkrüchten oder Viersen. Meist sind es Frauen, aber auch Männer sind jederzeit willkommen. Viermal im Jahr hilft die Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin Waltraut Aengenvoort den Betroffenen, zur Ruhe zu kommen. Es geht dann in dieser Zeit ganz um die Teilnehmer, etwa mit einer geführten Meditation. Auch wenn die Teilnehmer irgendwann feststellen, dass sie die richtige Pflege ihres Angehörigen zu Hause nicht mehr gewährleisten können und schwierige Entscheidungen anstehen, wird Hilfe durch die Vermittlung an fachkundige Berater angeboten.

„Der Austausch ist das A und O der Treffen“, betont Edith Berndt. Die Caritas-Schwester Kornelia Runken ist meist mit bei den Treffen der pflegenden Angehörigen dabei und weiß oft Rat. 1179 Menschen kamen in 20 Jahren bisher zu den Treffen. „Es stärkt zu wissen, die anderen erleben viele Situationen ähnlich“, sagt sie und lädt zur Teilnahme ein. Die Gruppe trifft sich außer in der Sommerpause jeden zweiten Montag im Monat von 16 bis 17.30 Uhr im Gemeindezentrum in Amern, Kockskamp 24. Der nächste Termin ist der 9. März.

(bigi)