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Stadt Viersen plant Autokino und Bühnenprogramm am Hohen Busch

Ab Juni in Viersen : Viersen plant Autokino am Hohen Busch

Auf dem Freizeitgelände soll es während der Sommerferien neben Programmkino-Vorführungen auch ein Bühnenprogramm geben. Die erste Veranstaltung könnte am 10. Juni über die Bühne gehen.

Die Stadt Viersen will vom 10. Juni an ein Autokino auf dem Freizeitgelände am Hohen Busch realisieren. An diesem Montag soll der Wirtschaftsförderungsausschuss darüber abstimmen, ob die Planung weitergeführt werden soll. Die Stadtverwaltung setzt nicht nur auf Programmkino, sondern auch auf ein Bühnenprogramm. Ein erforderliches Baugenehmigungsverfahren leitete die Verwaltung bereits ein.

Während in Mönchengladbach im Nordpark und an der Trabrennbahn sowie in Willich Autokinos bereits seit gut einem Monat laufen, gibt es ein solches Angebot in Viersen derzeit noch nicht. Mitte April hatte die CDU die Realisierung eines Autokinos beantragt. „Zum Zeitpunkt des Antragseingangs war die Verwaltung bereits in intensiven Gesprächen mit einem Mitglied der Veranstaltergemeinschaft, die das Autokino Cinedrive in Mönchengladbach, Nordpark betreibt“, schreibt Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) in der Ausschussvorlage. Zu diesem Zeitpunkt boten die drei Autokinos in einem Umkreis von rund 20 Kilometern ihr Programm an. „Die Abstimmung mit dem Veranstalter und eigene Markterkundungen führten zu dem Ergebnis, dass ein weiterer Bedarf für den Betrieb eines Autokinos in Viersen nicht erkennbar war“, so Anemüller. Wirtschaftlich sei es nicht vertretbar gewesen, das durchzuführen.

Nach derzeitigem Stand stellen die Autokinos ihren Betrieb aber bald ein: Im Nordpark soll am 31. Mai der letzte Film gezeigt werden, an der Trabrennbahn am 9. Juni, in Willich am 5. Juli. Hintergrund: Ab 30. Mai dürfen die regulären Kinos wieder öffnen. „Es ist davon auszugehen, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt auch keine Filmlizenzen für Autokinos mehr erteilt werden“, erklärt die Bürgermeisterin.

Viersen will deshalb auf dem Ascheplatz neben dem Stadion am Hohen Busch ein Programm anbieten, das sich vom regulären Autokino unterscheidet. „Hinsichtlich der Programmgestaltung wurde vereinbart, eine Mischung aus kulturellem Angebot der Stadt, der freien Kulturszene und von Programmkino anzubieten“, so Anemüller. Dazu soll neben Leinwänden auch eine Bühne installiert werden, auf denen die Künstler unter Beachtung der dann jeweils bestehenden Hygienevorschriften live auftreten können und deren Auftritte auf die Leinwände projiziert werden. „Als Veranstaltungszeitraum wird die Zeit vom 10. Juni bis zum 9. August gewählt“, berichtet die Bürgermeisterin. „Dieser Zeitraum beginnt, wenn die beiden Autokinos in Mönchengladbach ihren Betrieb beendet haben und insofern keine Konkurrenz mehr bieten und endet mit dem Ende der Sommerferien.“ Damit werde insbesondere für den Zeitraum der Sommerferien für die Viersener eine Freizeitbeschäftigung geboten. Anemüller: „Überlegt wird derzeit, das für den 8. August geplante Programm zum Familienfest ,50 Jahre Viersen’ in Gänze an diesem Tag darzubieten um auch das Stadtjubiläum noch begehen zu können.“

Viersens CDU-Vorsitzender Sebastian Achten begrüßte die Planungen der Stadtverwaltung: „Wir unterstützen das.“ Kultur- und Freizeitveranstaltungen seien ein wichtiger Standortfaktor. Zugleich bedauerte er den späten Start des Autokinos: „Das ist in den anderen Städten bombig angelaufen. In Mönchengladbach hatten oft 50 Prozent der Besucher ein Viersener Kennzeichen.“