Sportstätten-Vermarktung in Viersen: Sportausschuss lehnt ASV-Antrag  ab

Viersen : Sportstätten-Vermarktung: Ausschuss lehnt ASV-Antrag ab

() Die schlechte Nachricht zuerst: Der Sportausschuss hat den Antrag des ASV, die Namensrechte an städtischen Sportanlagen zu vermarkten, abgelehnt. Die gute Nachricht: Die Stadtverwaltung prüft jetzt, welche Modelle der Vermarktung und des Sponsorings für Stadt und Sportvereine möglich sein könnten.

Zum Hintergrund: Der ASV Einigkeit Süchteln hatte im Januar den Antrag gestellt, die Namensrechte von Viersener Sportanlagen zu vermarkten und so eine zusätzliche Geldquelle für den Verein zu erschließen. Dies sei laut ASV vor allem für die Schüler- und Jugendarbeit wichtig. Viersens größter Sportverein mit rund 3200 Mitgliedern hatte für die Vermarktung insbesondere die städtische Sportananlagen auf den Süchtelner Höhen im Blick. Dort hat der ASV auf eigene Kosten einen Kunstrasen angelegt. Nach eigenen Angaben ist der ASV der einzige Nutzer des Sportparks.

Die Fraktionen von SPD und FürVie erklärten das Ergebnis der Verwaltung zunächst für unbefriedigend: „Jetzt wurde das Thema schon vertagt, und die Verwaltung zeigt nur auf, was nicht machbar ist“, so die Kritik. Die Verwaltung hatte darauf verwiesen, dass eine Vermarktung nur bei vereinseigenen Sportstätten erfolgen könne.

„Das ist eine sehr komplexe Materie, bei der man zwei Fälle unterscheiden muss“, sagte die Erste Beigeordnete Cigdem Bern. Fall eins: Die Stadt vermarktet die Namensrechte. Das habe schwer einschätzbare steuerrechtliche Konsequenzen. Fall zwei: Die Stadt überträgt die Rechte auf einen Verein. Das aber sei rechtlich nicht zulässig, da der Nutzer keine kommunalen Aufgaben erfüllt, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Trotzdem begrüßte Bern grundsätzlich das Ansinnen des ASV und schlug deshalb vor – entgegen dem Beschlussvorschlag der Verwaltungsvorlage – nach anderen Modellen zu suchen.

Wolfgang Güdden, Vorsitzender des ASV, ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich hänge nicht am Wortlauf unseres Antrags. Wenn die Stadt jetzt nach Modellen der Vermarktung sucht, bin ich zufrieden und dankbar.“ Danach habe es nach der harten Verwaltungsvorlage zunächst nicht ausgesehen.

(saja )
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