Zum Bezirksliga-Start: Fortuna Dilkrath gegen TuRa Brüggen

Fußball : Grenzland-Derby ist auch ein Duell zweier neuer Trainer

Am Sonntag empfängt Dilkrath zum Auftakt der Fußball-Bezirksliga Brüggen. An das bislang letzte Duell erinnern sich die Gastgeber nur ungern.

Die Saison des Fußball-Bezirksligisten TuRa Brüggen endete mit einem Paukenschlag: Nach nur sieben Monaten warf Markus Steffens wieder das Handtuch – in Jakob Scheller war sein Nachfolger aber schnell gefunden. Im Duell der neuen Trainer trifft er mit seinem Team am Sonntag zum Auftakt in die neue Spielzeit auswärts auf Thomas Richter und Fortuna Dilkrath.

Während die Fortunen am Mittwochabend noch eine kurzfristig vereinbarte Partie gegen den Mönchengladbacher A-Ligisten SC Hardt absolvierten, endete die Brüggener Testspielserie bereits Ende Juli mit zwei krachenden Niederlagen - 1:7 gegen Union Nettetal und 0:8 gegen den 1. FC Mönchengladbach - beim eigenen Burgpokal-Turnier, an dessen Ende nach dem Auftaktsieg gegen Landesliga-Absteiger 1. FC Viersen trotzdem der vierte Platz stand. „Wir hatten während der Vorbereitung viele Ausfälle. Da ist es schwer, alle auf ein Level zu bekommen“, erklärt Scheller. Der 29-Jährige war bis vergangene Saison selbst noch Stammspieler der Erstvertretung und sorgte für viele Tore. Bei seiner ersten Trainerstation arbeitet er mit einer jungen Mannschaft und ist der Meinung, dass die vielen jungen Spieler noch Zeit brauchen, um sich an das Niveau zu gewöhnen. „Wir sind da aber auf einem guten Weg“, versichert Scheller.

Dass ein solcher Umbruch auf dem Vennberg stattfindet, hat mit den Abgängen einiger Leistungsträger zu tun. Sandro Meyer, der in der vergangenen Saison 24 Tore erzielte, zog es ebenso wie Verteidiger Gerrit van Dinther zu Victoria Mennrath. Niklas Schmitz, erst vor einem Jahr von den TSF Bracht gekommen, verließ den Verein in Richtung Grefrath. Zudem musste Scheller selber die Fußballschuhe an den Nagel hängen und agiert fortan nur noch an der Seitenlinie. „Wir haben nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich einige richtig gute Jungs verloren. Uns ist klar, dass wir in eine Übergangssaison gehen. Wir müssen jetzt den Glauben an die eigene Stärke entwickeln“, erklärt Scheller, der beste Erinnerungen an das bislang letzte Aufeinandertreffen mit den Dilkrathern hat, denn im April besiegte TuRa den Grenzlandrivalen auf dessen Platz deutlich mit 5:0.

Ein vergleichbares Debakel möchte die Fortuna, die während der Vorbereitung ebenfalls mit Ausfällen zu kämpfen hatte, am kommenden Sonntag natürlich vermeiden, damit das ausgerufene Saisonziel - ein einstelliger Tabellenplatz soll es sein - nicht von Beginn an in Gefahr gerät. Im Gegensatz zu den Brüggenern mussten die Mannen von Thomas Richter, der zuletzt Blau-Weiß Niederkrüchten trainierte, zwar nur einen Abgang hinnehmen, doch der Abschied von Torjäger Niclas Hoppe, der Ex-Trainer Fabian Wiegers zum Landesligisten VfR Fischeln begleitete, wiegt sehr schwer (vorige Saison 25 Tore). Auch auf Ilir Tahiri, der sich einen Mittelfußbruch zuzog, wird Richter (vorerst) nicht zurückgreifen können. Der spielende Co-Trtrainer Christian van de Flierdt, der Richter während dessen Urlaubs vertrat, erwartet ein offenes Spiel auf Augenhöhe zum Saisonauftakt am Sonntag: „Die Mannschaft, die den größeren Willen und die größere Gier an den Tag legt, hat gute Chancen auf den Sieg. Wir sind froh, dass es wieder losgeht!“

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