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Billard: WM-Vorbereitung startet erst heute

Billard : WM-Vorbereitung startet erst heute

Weil es Probleme mit dem Material gab, konnten die Trainingstische für die Billard-WM in Viersen nicht abschließend aufgebaut werden. Ein Teil des deutschen Nationalteams präsentierte die Sportart gestern bei einem Sponsoren-Termin.

Der Start war schon mal nicht optimal. Denn beim Auftakt des traditionellen Trainingslagers der deutschen Nationalspieler im Vorfeld der Billard-WM in Viersen lief's gestern alles andere als rund. Um ganz genau zu sein, im Ernst-Klusen-Saal der Festhalle liefen die Kugeln gar nicht. Denn die beiden dort zum Training aufgebauten Karambolage-Tische wurden nicht rechtzeitig fertig, weil es Probleme bei der Material-Anlieferung gab.

Wobei es gestern aus terminlichen Gründen ohnehin nicht möglich gewesen wäre, dass sich alle Nationalspieler samt Bundestrainer Wolfgang Zenkner zu einer gemeinsamen Trainingseinheit hätten treffen können. Zenkner konnte wegen beruflicher Verpflichtungen erst um 16.30 Uhr in München den Flieger Richtung Düsseldorf besteigen, der Dortmunder A-Team-Spieler Ronny Lindemann war beruflich gestern noch gar nicht abkömmlich und wird erst heute eintreffen. Auch beim Bernburger Markus Schönhoff aus dem deutschen B-Team war klar, dass er erst gegen Abend würde anreisen können. Dafür hielten sich der Essener Dreiband-Profi Martin Horn aus dem deutschen A-Team und der Dinslakener Dustin Jäschke aus der B-Formation gestern schon länger in der Festhalle auf, um möglichst die ersten Stöße auf den frischbezogenen Tischen machen zu können. Doch daraus wurde dann eben nichts. "Das ist anders geplant gewesen und einfach dumm gelaufen", sagte Kurt Dahlhaus, Sportwart der Deutschen Billard-Union.

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Martin Horn stand zwar gestern Abend nicht zur Verfügung, weil er in Belgien einen Einsatz hatte, aber immerhin kam in Gestalt von Dustin Jäschke, Markus Schönhoff sowie Bundestrainer Wolfgang Zenkner ein Teil der deutschen Nationalmannschaft anlässlich eines Sponsorentermins doch schon mal zusammen. Die Viersener Filiale der Sparda-Bank, die 2015 den städtischen Anteil zur Finanzierung der Billard-WM von rund 12.500 Euro übernahm und damit entscheidend zum Verbleib der WM in Viersen beitrug, hatte zu einem Come-Together eingeladen. Klar, dass das Trio im Mittelpunkt des Interesses stand und ein gefragter Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Dreibandsport war. Doch es wurde nicht nur geredet. Weil die Billardfreunde Lobberich wie im Vorjahr dafür gesorgt hatten, dass im Vorfeld der WM in der Schalterhalle ein Karambolage-Tisch aufgebaut worden war, konnten Jäschke und Schönhoff unter Anleitung des Bundestrainers zeigen, was sie können und in der Praxis erklären, wie sie über drei Banden eine Karambolage hinbekommen. Danach wagte sich auch Bürgermeisterin Sabine Anemüller an ein paar Stöße.

Heute beginnt für die deutschen Billardcracks dann die gezielte Vorbereitung, dann sollen die zwei Trainingstische in der Festhalle zur Verfügung stehen. Angesichts des für die Spieler völlig ungewohnten neue Modus bei der WM, bei dem die Spieler eines Teams abwechselnd stoßen, wird es hauptsächlich um die Abstimmung gehen. "Wir müssen Erfahrung sammeln und den Rhythmus aufnehmen", sagte Wolfgang Zenkner. Schließlich soll auf den misslungenen Auftakt des Trainingslagers eine gute Vorstellung bei der WM folgen.

(RP)