Lokalsport: WM-Training mit Nebengeräuschen

Lokalsport: WM-Training mit Nebengeräuschen

Gestern kam die deutsche Dreiband-Nationalmannschaft erstmals in der Festhalle zusammen. In der Vorbereitung geht's um die Feinabstimmung.

Wirklich Ruhe hatte die deutsche Dreiband-Nationalmannschaft nicht, als sie sich gestern Nachmittag das erste Mal vor der Billard-WM traf, um in der Viersener Festhalle gemeinsam zu trainieren. Ein Trainingstisch im Ernst-Klusen-Saal war zwar mit etwas Verspätung fertig geworden, doch am anderen wurde noch heftig geschraubt.

"Der erste Tag dient ohnehin nur zur Einstimmung, außerdem können wir schon mal das Material testen. Konzentriert gearbeitet wird dann ab Dienstag", sagte Bundestrainer Wolfgang Zenkner und nahm die nicht gerade optimalen Bedingungen recht locker. Ein Schwerpunkt der Vorbereitung wird freilich auf dem Scotch-Double-Sytem liegen. Schließlich kommt das seit ein paar Jahren nur bei den Teamwettbewerben der Welt- und Europameisterschaft zu Anwendung. Dabei stoßen beide Spieler einer Mannschaft abwechselnd, bis ein Fehler passiert, dann sind die Gegner an der Reihe. Wurde von 2015 bis 2016 so nur bei Gleichstand eine Entscheidung herbeigeführt, wird seit vorigem Jahr nur noch Scotch Double gespielt. "Wir werden Trainingsmatches spielen, um diese Situation zu simulieren", erklärt Wolfgang Zenkner. Dabei gehe es auch darum, abzustimmen, ob und in welchem Umfang der Mitspieler in den 40 zur Verfügung stehenden Sekunden mit Tipps eingreifen soll. Wie im Vorjahr ist Ronny Lindemann der Akteur an der Seite von Deutschlands Topspieler Martin Horn. Er ist kein großer Freund von Scotch Double, sagt aber: "Einmal im Jahr kann man das spielen. Und ich freue mich auf die WM, denn eine größere Chance Weltmeister zu werden, als an der Seite von Martin bekomme ich nicht." Der erste Schritt auf dem Weg dorthin ist am Donnerstag ab 12 Uhr das Eröffnungsspiel gegen Kolumbien, in das die Deutschen als Favorit gehen.

(RP)