Winterlaufserie in Nettetal inoffiziell weitergeführt

Leichtathletik : Langstreckler führen Nettetaler Winterlaufserie inoffiziell fort

Am Samstag wäre der Startschuss zur abgesagten Serie in Nettetal gewesen. Fans der Veranstaltung trafen sich am bekannten Startpunkt zum Zehn-Kilometer-Lauf. 

Als Mitte November das endgültige Aus für die vom LC Nettetal über Jahrzehnte ausgerichtete, dreiteilige Winterlaufserie bekannt wurde, war das Entsetzen groß in heimischen Leichtathletikszene. Schließlich waren die Veranstaltungen an den Krickenbecker Seen überaus beliebte Läufe, die zahlreiche Langstreckler traditionell in ihr Vorbereitungsprogramm für die neue Saison einbauten. Grund genug für einige Vereine und Einzelkämpfer aus dem Grenzland, das Verschwinden der Laufserie nicht zu akzeptieren. Sie trafen sich am Samstag, als eigentlich der erste Serienlauf angestanden hätte, am üblichen Startpunkt, absolvierten mit 32 Aktiven die zehn Kilometer und gaben dem Ganzen mit einem Augenzwinkern den Namen „1.LCN-Trotzdem-Lauf“.

Tobias Heimes war zum Beispiel mit einer größeren Gruppe von den Depotrunners Bracht dabei. „Seit 2005 nutzen wir jedes Jahr die Winterlaufserie, um uns auf den Venloop vorzubereiten. Dann haben wir uns beim Training überlegt, dass wird uns ja einfach an den entsprechenden Terminen in Nettetal zum Laufen treffen können“, erklärte Heimes. Und weil die Brachter mit dieser Idee nicht alleine waren und die Läufer untereinander gut vernetzt sind, waren am Samstag auch die Mitlaufzentrale und der Karnevalsverein Kaldenkirchen „Alles det met“ stärker vertreten. Aber auch Läufer des ehemaligen Ausrichters LC Nettetal machten sich auf die Strecke, auf der sogar noch die Markierungen der vergangenen Jahre zu sehen waren. Einige Läufer trugen auch Startnummern aus der Vergangenheit.

Der inoffizielle Lauf wurde noch dadurch abgerundet, dass jeder unabgesprochen etwas anderes zu essen oder zu trinken mitgebracht hatte und hinterher auf dem Parkplatz gemeinsam gepicknickt wurde. „Das hat einfach großen Spaß gemacht. Wir wollten auch die schönen Erinnerungen an diese tollen Läufe lebendig halten“, verriet Tobias Heimes. Am 9. Februar, wenn der zweite Serienlauf angestanden hätte, wollen sich die Läufer wieder treffen, um dann 12,5 Kilometer zu laufen. Am 9. März sind dann die 15 Kilometer geplant. Heimes: „Mal schauen, wie viele Läufer dann kommen. Jeder ist herzlich eingeladen, ohne Wettkampfdruck und offizielle Zeitmessung mitzulaufen.“