Reitsport : Winkels gelingt ein Heimsieg

Die Reiterin vom Reit- und Fahrverein Lobberich lag gestern im M-Springen beim Lobbericher Reitfestival mit dem siebenjährigen Quintus vorn. Nationenpreisreiter Fritz Fervers reitet nun für den Nettetaler Verein.

Reiten Daniela Winkels vom Reit- und Fahrverein Lobberich hat gestern das M-Springen mit zwei Sternen beim Lobbericher Reitsportfestival an der Lüthemühle gewonnen. Sie war damit die erste Siegerin des Ausrichters. Die 35-Jährige siegte mit dem siebenjährigen Quintus in der schnellsten Rundenzeit von 58,06 Sekunden für sich. Sie lag vor dem belgischen Nationenpreisreiter Marc Boes (RFV Liedberg) auf Conchia (0/59,52) und Werner Heyne (RFV Dudweiler-Sulzbachtal) auf Ricola (0/60,47).

"Es ist ein Pferd mit Zukunft"

"Ich bekam Quintus, als er vier Jahre alt war, zur Ausbildung und war mit ihm schon auf dem Bundeschampionat. Kürzlich holte ich mit ihm in Warendorf den sechsten Platz in einem S-Springen", erzählte die Sportwartin des RFV Lobberich. "Es ist ein Pferd der Zukunft und durch die gute Einstellung, die er hat, wäre er etwas für einen Junior oder Jungen Reiter. Quintus will nämlich immer über die Hindernisse springen", sagte sie.

Als erster Starter des Springens musste Winkels auf volles Risiko reiten. "Auf der letzten Linie sind wir dabei eine ganz enge Wendung geritten, die schließlich den Zeitvorsprung brachte. Alle mussten hinter meiner Zeit herreiten. Da passieren die häufigsten Fehler", sagte sie. Neuerdings reitet sie auch Springpferde von Paul Schockemöhle, dem zur Hälfte das Dressur-Wunderpferd Totilas gehört. Beim Bundeschampionat ist sie auch wieder dabei: "Ich bin aber nur mit einem Pferd vertreten."

In einem Zwei-Phasen-Springen der Klasse M** (1. Abteilung), das nach einem Normalumlauf unmittelbar einen Stechparcours nach sich zog, ritten Nationenpreis-Reiter Fritz Fervers mit Amadeus und Miriam Sakkelariou (beide RFV Lobberich) mit Casanta auf die Plätze fünf und sechs (mit 32,86 und 33,14). Peter Ring (PC Nettetal) schaffte hier mit Egge's Artic den zehnten Rang (0/36,48). Lange Zeit war von den beiden nichts mehr zu hören gewesen. Tags zuvor gewann der westfälische Meister Martin Stamkötter (RFV Milte-Sassenberg) auf Franziskus die schwere S***-Dressur, den "Grand Prix de Dressage", mit stolzen 71,986 Prozentpunkten. Alle drei Wertungsrichter sahen ihn auf Platz eins. "Nur zum Vergleich: Den gleichen Schwierigkeitsgrad hat der Grand de Dressage bei den Olympischen Spielen in London", sagte Lobberichs Turnierleiter Wilhelm Tobrock.

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