Fußball: Wieder in Führung, wieder 1:3

Fußball: Wieder in Führung, wieder 1:3

Wie schon vor vier Tagen in Wuppertal verlor der 1. FC Viersen noch nach einem 1:0. Diesmal war der SC Düsseldorf-West am Hohen Busch zu stark für die Mannschaft von Axel Malchow. Martin Banasch sah Rot.

Fussball-Niederrheinliga Nach dem Hinspielsieg hatten sie noch gesungen und gefeiert. Nun gingen die Spieler des 1. FC Viersen bedröppelt vom Platz, während der Gegner es ihnen nachmachte, im Mittelkreis und später in der Kabine lautstark seinen Auswärtserfolg bejubelte. Beim Gastgeber indes, der sich nach der 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den SC Düsseldorf-West bedrohlich den Abstiegsrängen nähert, herrschte betretenes Schweigen. Trainer Axel Malchow fand in seinem Fazit dann die richtigen Worte: "Am Düsseldorfer Sieg gibt es keinen Zweifel. Meine Spieler haben anscheinend den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt. Es gibt mir zu denken, dass einige wie schon beim 1:3 in Wuppertal nicht an ihre Grenzen gegangen sind."

Sicenica trifft früh zum 1:0

Dabei hatte alles so gut angefangen. Der 1. FC begann furios und besaß durch Nando Di Buduo die erste Großchance, die Gäste-Torwart Dominique Clemens noch mit einer starken Parade vereitelte. Nach der folgenden Ecke war allerdings auch er machtlos. Ante Sicenica traf per Kopf bereits in der dritten Minute zur Führung. "In den ersten 20 Minuten hat alles gepasst, doch dann haben wir auf dem schweren Boden nicht mehr gut Fußball gespielt", sagte der Torschütze enttäuscht.

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Viersen baute den nicht gerade als auswärtsstark bekannten Gegner auf und sorgte kaum noch für Entlastung, weil kein einziger konstruktiver Angriff mehr zustande kam. "Meine Mannschaft hat nach 20 Minuten angefangen zu feiern", beschrieb Malchow das Geschehen, das den Ausgleich nach einer verlängerten Freistoß-Flanke zur Folge hatte. Dass vor dem 1:2 Dominik Pawolka seine Position nicht hielt und auch Martin Banasch nicht im Bilde war, nannte der Trainer nur noch "disziplinlos". Der wieder genesene Banasch war es auch, der seine eigene Mannschaft schwächte, als er sich nach einem Foulspiel von Marijan Mustac und dem anschließenden Gerangel zu einem Schubser hinreißen ließ. "Ich wollte ihn gerade für einen offensiveren Mann auswechseln und hatte zunächst gar nicht seine Rote Karte mitbekommen. So war auch der letzte Trumpf ausgespielt", sagte Malchow.

Fortan war Sicenica im Viersener Sturm auf sich alleine gestellt, während die Gäste noch mehr Tore als nur das 3:1 hätten erzielen können. "Es ist bitter. Wenn wir 1:0 führen, müssen wir das auch einmal mit Mann und Maus verteidigen", sagte Sicenica. Zwei Punkte liegt er mit dem 1. FC Viersen noch vor dem ersten Abstiegsplatz. "Wir dürfen nicht auf die Ergebnisse der anderen schauen, sondern müssen den Blick nach vorne richten und in den nächsten Spielen auch mal eine Überraschung schaffen", sagte Malchow, während nebenan in der Kabine die Düsseldorfer feierten.

(RP)