Wechsel von Calvin Bunte von den TSF Bracht zum SSV Grefrath

Fußball: Stürmer sucht eine neue Herausforderung

Calvin Bunte wechselte in der Winterpause von den TSF Bracht zum Bezirksligisten SSV Grefrath.

Seinen besten Torschützen gibt niemand gerne ab. Im Falle der TSF Bracht, die Calvin Bunte im Winter an den SSV Grefrath verloren, ist das Ganze aber noch etwas dramatischer. Denn sie stecken mitten im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A. Für den Bezirksligisten aus Grefrath hingegen könnte der Stürmer ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt werden.

Dabei war ein Wechsel für den Nettetaler lange nicht infrage gekommen. Selbst als er in seiner ersten Saison mit den TSF abstieg, hielt er dem Verein die Treue, obwohl er sich aufgrund seiner 30 Tore vor Angeboten kaum retten konnte. „Das Umfeld stimmt hier einfach, auch heute noch“, sagt der 22-Jährige. Und volles Vertrauen genoss er ebenfalls: Nach einem Kreuzbandriss im August 2017 fiel er für den Rest der vergangenen Spielzeit aus, wurde von Trainer Graziano Ruggeri vor der aktuellen Spielzeit aber wieder zum Stammspieler ernannt und war mit elf Treffern in 18 Partien der torgefährlichste Brachter Spieler. Abgesehen vom nervenzehrenden Abstiegskampf ist das eine komfortable Situation für einen Fußballer - für Bunte aber nicht genug. „Ich möchte mich weiterentwickeln und besser werden“, erklärt er. Und das war am Alster Kirchweg seit längerer Zeit nicht mehr gegeben: Die Trainingsbeteiligung ließ mehr und mehr zu wünschen übrig, das Fehlen eines Torhüters, der regelmäßig zu den Einheiten erscheint, schmälerte die Qualität zusätzlich. Bunte setzte sich ein Ultimatum: „Ich habe gesagt, dass ich wechsle, wenn es bis zur Winterpause nicht besser wird.“

Dass es letztlich der SSV Grefrath wurde, hat nicht zuletzt mit dessen Trainer Klaus Ernst zu tun, der den Bezirksliga-Torschützenkönig der Saison 2016/17 schon zu seiner Zeit beim Dülkener FC hatte verpflichten wollen. „Wir standen immer mal wieder in Kontakt“, verrät der angehende Krankenpfleger, der sich der Aufgabe zuvor aufgrund seines Schichtdienstes aber nicht gewachsen sah. Nun hat Ernst seinen Wunschspieler, von dem er sich natürlich Tore verspricht, denn sein Team stellt die zweitschlechteste Offensive der Liga.

Auf seinen ersten Einsatz im neuen Dress muss Bunte derweil noch etwas warten, denn sein Knie zeigte in der Vorbereitung eine Belastungsreaktion. Was die Zukunft angeht, gibt sich der 22-Jährige daher auch zurückhaltend: „Ich lasse das alles auf mich zukommen.“

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