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Handball: Waldniel feiert den Aufstieg

Handball : Waldniel feiert den Aufstieg

Die Handballer haben mit dem 37:33 in einem nervenaufreibenden Spiel gegen die TS St. Tönis den Durchmarsch geschafft und spielen künftig in der Bezirksliga. Seit dem achten Spieltag war das Team Erster.

Handball Als es endlich geschafft war, zählten die Männer auf der Auswechselbank die Sekunden herunter. Im allgemeinen Jubel setzte Benedikt Fries mit dem 37:33 (15:20) den Schlusspunkt unter ein bemerkenswertes Spiel. Die Handballer des SC Waldniel feierten mit dem Sieg gegen die TS St. Tönis II die Meisterschaft in der Kreisliga A. Der Titelgewinn ist gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Bezirksliga.

Das Bier stand kalt

Das Bier stand kalt und der Grill war vorbereitet. Der Aufsteiger brauchte im vorletzten Spiel gegen die TS St. Tönis II nur noch einen Punkt um den Durchmarsch perfekt zu machen. Doch angesichts dieser wunderbaren Aussicht schienen die Männer von Dietmar Beiersdorf völlig zu blockieren. Bis zum 12:19 klappte überhaupt nichts. "Wir wollten unbedingt zu Hause Meister werden. Aber die Deckung stand nicht. Wir konnten gegen die Halben von St. Tönis nichts ausrichten", sagte Beiersdorf. Als das besprochen war, funktionierte die Abwehr besser.

Den Durchbruch brachte es aber immer noch nicht, denn St. Tönis war keineswegs gewillt, dem SC freiwillig den Sieg zu überlassen. Es entwickelte sich ein dramatisches Spiel, in dem Waldniel immer näher herankam, weil Markus Strelow im Tor einige Bälle parierte und somit den Grundstein für den Ausgleich zum 25:25 legte. Mit dem 26:25 gelang die erste Führung. St. Tönis gab aber keinen Millimeter nach.

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Als Routinier Swen Kuhlen ein Tor nach dem anderen aus dem Rückraum gelang, stellten die Gäste Zug um Zug auf eine offensivere Deckung um. Micha Hinz sorgte mit seinen Toren aus dem Rückraum zum 31:29 und 32:30 für den Vorsprung von zwei Toren. St. Tönis gab sich aber erst in der Schlussminute nach dem 36:33 geschlagen. "Das ist einfach schön", sagte Beiersdorf. "Die Mannschaft hat wirklich dran gezogen. Wir haben viel dafür getan", sagte der Coach. Teilweise wurde dreimal in der Woche trainiert, die dritte Trainingseinheit fiel dann auf den Samstag. Der Aufsteiger überraschte vor allem in der Hinrunde, in der das Team elf seiner zwölf Spiele gewann. Nur in Schiefbahn gab es ein Unentschieden. Damit lag der SC seit dem achten Spieltag an der Tabellenspitze, doch die klare Führung stand im Frühjahr auf der Kippe.

"In St. Hubert hatten wir unser Schlüsselerlebnis", berichtete Beiersdorf. Die Mannschaft unterlag 28:36. Danach entwickelte sich eine Diskussion innerhalb des Teams, das man so nicht auftreten könne. Fortan lief es wieder beim SC Waldniel. "Wir haben sechs Spiele in der Schlussphase gewonnen und ich glaube, dass die Kondition den Ausschlag gegeben hat", sagte der Trainer.

(wiwo)