Fußball-Ehrendivision : Ein Duell der krassen Gegensätze

Wenn VVV Venlo am Samstag in der Ehrendivison in Amsterdam antritt, trennen beide Teams Welten. Jüngst kaufte Barcelona Ajax-Spieler Frenkie de Jong für 75 Millionen Euro.

(api) Am Samstag (19.45 Uhr) steht den Fußballern von VVV Venlo in der Ehrendivision das größte Auswärtsspiel der Saison bevor. Die Grenzstädter spielen bei Ajax Amsterdam, dem niederländischen Rekordmeister. In diesem Spiel werden die wirtschaftlichen Unterschiede besonders deutlich. Der Etat der Amsterdamer liegt bei 100 Millionen Euro und damit überdeutlich höher als bei VVV (7,3 Millionen Euro).

Ajax hat kürzlich bekannt gegeben, das ihr Spielmacher Frenkie de Jong (21) im Sommer zum FC Barcelona wechseln wird. Die Ablösesumme beträgt sagenhafte 75 Millionen Euro. Nicht unwahrscheinlich, dass auch das 19-jährige Mathijs de Ligt demnächst wechselt und Amsterdam eine ähnlich hohe Einnahme bescheren wird. Zu welchem Verein es den Top-Stürmer ziehen wird, ist offen. Der Ajax-Kader ist mit weiteren namhaften Nationalspielern gespickt. Allen voran Daley Blind, der für rund 17 Millionen Euro von Manchester United verpflichtet wurde.

Neben dem langjährigen Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar gehören auch Nicolas Tagliafico (Argentinien), David Neres (Brasilien), Andre Onana (Kamerun), Hakim Ziyech (Marokko), Kaspar Dolberg und Lasse Schöne (Dänemark) zum Besten, was die niederländische Ehrendivision zu bieten hat. Kein Wunder, dass Amsterdam in der UEFA-Champions-League für das Achtelfinale qualifiziert ist und auf dem Weg dahin gegen Bayern München beide Spiele ausgeglichen gestaltete. Real Madrid wird die Begegnungen nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen.

Die Vorfreude bei VVV Venlo auf das Duell gegen Ajax hat die 2:3- Heimniederlage gegen den FC Emmen schnell vergessen lassen. Venlo wird in Amsterdam völlig befreit aufspielen. „Wir wissen natürlich, dass bei uns alles passen muss und Ajax vielleicht nicht den besten Tag erwischen müsste, damit wir etwas Zählbares dort mitnehmen können“, sagt VVV-Trainer Maurice Steijn. „Doch gibt mir unser Auftritt im Hinspiel dieser Saison Mut.“