Fußball: VSF Amern zeigen sich zu unbeständig

Fußball : VSF Amern zeigen sich zu unbeständig

Im bisherigen Saisonverlauf der Fußball-Landesliga waren die Leistungen der Schwalmtaler sehr schwankend. Besonders auswärts wurden zu wenig Punkte geholt. Nach der Winterpause wartet ein schweres Programm.

Die Fußballer der VSF Amern durchlebten in ihrer siebten Landesliga-Saison in Folge eine wechselhafte Hinrunde. Erfolge und Misserfolge wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit ab. Fünf Siegen und vier Unentschieden stehen acht Niederlagen gegenüber. Das bringt den VSF im Zwischenklassement 19 Punkte, den 13. Rang und ein Polster von sechs Punkten auf einen Abstiegsrang.

Die Voraussetzungen Mit dem neuen Kunstrasenplatz und Willi Kehrberg als neuem Trainer haben sich die VSF im vergangenen Sommer neu aufgestellt mit dem Ziel, sich fußballerisch kontinuierlich zu entwickeln und zu stabilisieren. Bekannt waren die Probleme in der Offensive, deswegen wurden im Sommer in Nico Wehner, Christopher Hermes und George Tawiah gleich drei Offensivkräfte verpflichtet. Andererseits ging in Axel Schumacher ein weiterer Spieler, der bei den VSF fast schon zum Inventar gehörte.

So lief's Nach dem schweren Auftaktprogramm gelang dem Team am sechsten Spieltag mit dem ersten Sieg, dem 3:1 gegen den ASV Süchteln, der Befreiungsschlag. Konstanz aber blieb für die VSF ein Fremdwort. Den höchsten Sieg feierte die Mannschaft mit dem 6:1 in Benrath, die höchste Niederlage gab es im letzten Spiel des vergangenen Jahres beim desaströsen 2:6 daheim gegen den ASV Mettmann.

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Das war gut Die VSF können, wenn sie wollen und alles passt, jedem Gegner gefährlich werden. Das Team verfügt über viel fußballerische Qualität, das zeigen beispielsweise die Unentschieden gegen die Spitzenteams aus Meerbusch und Nettetal in der Hinrunde. Als Volltreffer hat sich Zugang Nico Wehner erwiesen, der bislang auf die drittmeisten Einsatzminuten kommt (1418) und auch fünfmal traf. Mehr Treffsicherheit als in der Vergangenheit entwickelte Max Gotzen, der mit sieben Toren den besten Wert bei den VSF aufweist.

Das war schlecht Mit ein wenig mehr Konsequenz wäre es durchaus möglich gewesen, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf über zehn Punkte zu schrauben. Weil die VSF aber beispielsweise gegen die unter ihnen stehenden Teams aus Mettmann und Meerbusch II verloren und dabei zehn Gegentore kassierten, könnte es - mit Blick auf das Auftaktprogramm - wieder eng werden. Das liegt auch an einer eklatanten Auswärtsschwäche. Belegen die VSF in der Heimtabelle immerhin Rang neun mit 14 Punkten, so haben sie auf des Gegners Platz lediglich fünf Zähler eingefahren und sind Vorletzter. Mehr haben sich die VSF sicher von den Zugängen Christopher Hermes und George Tawiah versprochen. Doch Tawiah konnte wegen einer hartnäckigen Verletzung nur sechs Einsätze absolvieren (zwei Tore), und Hermes fiel zwischenzeitlich lange aus und kommt nur auf elf Einsätze (kein Tor).

Der Kader Langfristige Ausfälle wie etwa von Tawiah, Hermes und Tobias Bruse stellten die VSF vor große Probleme, denn das Team ist nicht auf allen Positionen doppelt besetzt. Am deutlichsten werden die Personalprobleme bei der wichtigen Torhüterposition. Die VSF gingen mit Dennis Metten und Tim Wolters in die Saison. Tatsächlich aber bestritt Routinier Thorsten Saleh sieben der 17 Spiele. Metten wechselte wegen Meinungsverschiedenheiten mit Kehrberg nun nach Waldniel, Wolters geht zurück nach Bracht. Weil Saleh kürzer treten möchte, kamen im Winter zwei Ex-Spieler des 1. FC Mönchengladbach, Routinier Roger Vaziri und Youngster Jonas Derrix. Außerdem verstärkten sich die VSF mit Daniel Friesen (SC Schiefbahn), Johannes Hamacher (Fortuna Dilkrath) und André Merkens (SW Elmpt). Neben Metten und Wolters verließen Hermes (Rheydter SV) und Jens Przystaw (SV Helpenstein) die VSF.

Die Vorbereitung Nach den Schwalmtalmeisterschaften verzichteten die VSF angesichts ihrer dünnen Personaldecke und des frühen Wiederbeginns der Saison auf das Dülkener Masters. "Wenn wir die Trainingseinheiten rund um dieses Wochenende und ein Testspiel nicht gehabt hätten, hätte ich kein gutes Gefühl gehabt. So sehe ich unser aber gut vorbereitet", sagt Willi Kehrberg. Sicher auch, weil die VSF erstmals den Luxus eines eigenen Kunstrasenplatzes hatten. In den Vorjahren war auf dem Rasen am Happelter bei Regen und Frost oder Ausweichtrainingsstätten oft Improvisationstalent gefragt. Die Testspiele lieferten zwei Siege gegen Grefrath und den 1. FC Mönchengladbach II sowie zwei Niederlagen gegen TuS Dremmen und den Oberligisten aus Fischeln. Den VSF steht im Februar ein extrem schweres Auftaktprogramm mit Heimspielen gegen den Tabellendritten aus Velbert, Spitzenreiter Meerbusch und der Partie beim Zweiten Union Nettetal bevor.

(wiwo)