VSF Amern vor Start in die Fußball-Landesliga

Fußball : VSF Amern gehen mutig in neue Saison

Beim Fußball-Landesligisten aus Schwalmtal wissen sie, dass ihnen wieder eine schwere Saison bevorsteht. Zum Auftakt kommt gleich Titelfavorit VfR Fischeln ins Rösler-Stadion. Doch Trainer Willi Kehrberg verbreitet Zuversicht.

Für die VSF Amern beginnt die Landesliga-Saison 2018/2019 mit einem richtigen Kracher. Zum Auftakt präsentiert sich am Sonntag in Gestalt des VfR Krefeld-Fischeln gleich einer der Aufstiegsfavoriten. Die Gäste, einer von vier Absteigern aus der Oberliga, kommen mit vielen, im Grenzland-Fußball bekannten Akteuren.

Fischelns Trainer Josef Cherfi coachte zwischen 2009 und 2011 Union Nettetal. Auch Co-Trainer Kevin Enke und Torhüter Simon Gerdts trugen das Trikot der Nettetaler. Co-Trainer Fabian Wiegers kommt wie Stürmer Niclas Hoppe von Fortuna Dilkrath. Lars Werth-Jelitto spielte wie Philipp Wiegers und Stefan Linser für den 1. FC Viersen. Melih Karakas, einst auch für den 1. FC Viersen auf Torejagd, wechselte vom Bezirksliga-Aufsteiger TDFV Viersen nach Fischeln. „Fischeln ist natürlich ein Knaller“, sagt Amerns Trainer Willi Kehrberg, der den Gegner selbst in Augenschein nahm. Die Gäste müssten sich in der Liga neu orientieren. „Sie sind der Favorit, aber bei uns darf es für sie kein Spaziergang werden. Das erste Spiel kann ein Rucksack sein oder Flügel verleihen“, meint der Coach. Naturgemäß würde Kehrberg die Flügel präferieren. „Die ersten Spiele sind ganz wichtig. Teams, die gut starten, profitieren die ganze Saison davon“, weiß Kehrberg zu berichten.

Vor allem in dieser Spielzeit, in der die Terminplaner die Kicker ganz besonders fordern. Bis Mitte September gibt es, inklusive der Pokalspiele, fast ausnahmslos englische Wochen. In der Landesliga sind bis dahin schon neun Spieltage gespielt. „Da wissen einige schon, wo die Reise hingeht“, meint der Coach. Aus der 19-er Gruppe werden mindestens vier, maximal fünf Mannschaften absteigen. Für etwa zwei Drittel aller Mannschaften dürfte es daher zunächst darum gehen, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Auch für die VSF Amern. „Wir haben ausreichend Qualität, um die Liga zu halten, und wir wissen das realistisch einzuschätzen“, sagt Kehrberg.

Der Trainer hat in dieser Woche viel zu tun. Er muss die Lockerheit, den Spaß und die Vorfreude auf die Pflichtspiele zurückbringen, denn sein Team wankte zuletzt, etwa beim 1:4 gegen Giesenkirchen oder beim 0:2 in Sonsbeck, bedenklich. „Wir sind gut in die Vorbereitung gestartet, aber seit zwei, drei Wochen hakt es“, berichtet der Coach. Seine Spieler lassen den gegnerischen Akteuren viel zu viele Freiheiten. Möglicherweise liegt es an einigen verletzungsbedingten Ausfällen. So fehlt den VSF gegen Fischeln der Japaner Rei Mukodaka, der sich eine Innenbandverletzung im Knie zuzog. Daniel Friesen laboriert noch an seiner, Ende voriger Saison erlittenen Verletzung. Außerdem steht George Tawiah nach wie vor nicht zur Verfügung. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass die VSF immer mal wieder Systemumstellungen wie die Dreierkette testen.

„Wir sind fit. Wir haben viel gearbeitet und geredet“, sagt der Trainer. Er ist zuversichtlich, dass sein Team sich wehren kann, weiß aber auch, dass es gegen die Schwergewichte der Liga, die deutlich mehr personelle Optionen haben, schwer werden wird. „Das hat Amern nicht. Trotzdem haben wir keine Angst, sondern gehen die Saison mutig an“, betont Kehrberg.

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