Fußball : Die VSF Amern erwischen einen gebrauchten Tag

Die Landesliga-Fußballer der VSF Amern standen gegen den 1. FC Mönchengladbach auf verlorenem Posten. Beim 0:2 (0:2) erarbeiteten sich die Gastgeber nach ihrem frühen Rückstand kaum eine nennenswerte Torchance.

Der Sieg der Gäste war in jeder Hinsicht verdient.

Amerns Torhüter Lars Bergner leitete die Niederlage in der 6. Minute ein. Bergner versuchte, zu retten und einen Ball nicht ins Aus laufen zu lassen. Es blieb allerdings beim Versuch. Der Keeper bediente mit einer missglückten Aktion Gladbachs Oguz Ayan mustergültig. Der Landesliga-Torschützenkönig der vorigen Saison brauchte den Ball zur 1:0-Führung für die Gäste nur noch ins leere Tor schieben. Damit war die Partie eigentlich schon entschieden. Jedenfalls warf das Tor die Pläne der Amerner, das Spiel breit zu machen und lange offen zu halten, komplett über den Haufen und spielte den Gästen gleichzeitig perfekt in die Karten. Die Gladbacher kontrollierten fortan das Geschehen auf dem Kunstrasen im Rösler-Stadion.

Nach einer knappen halben Stunde eröffnete sich den VSF ihre vielleicht beste Chance. Aus dem Gewühl heraus boten sich mehrere Schusschancen, letztlich aber gelang den VSF kein gefährlicher Abschluss. Wenig später scheiterte Oguz Ayan an Lars Bergner. Es war die letzte Aktion des Torhüters, für den der Nachmittag gänzlich gebraucht war. Mit Oberschenkelproblemen musste er nach 34 Minuten für Jonas Derrix Platz machen. Kurz vor dem Wechsel musste dann aber auch Derrix hinter sich greifen. Julian Platte bediente Ayan über die linke Seite. Ayan legte den Ball an Derrix vorbei. Seine Vorarbeit vollendete Durukan Celik in der 42. Minute am zweiten Pfosten mit dem 2:0 für den 1. FC.

Der Rucksack der beiden Gegentore war in der zweiten Hälfte insgesamt zu schwer für die Amerner, denn die Gladbacher ließen überhaupt nichts zu. Die Gäste liefen die Amerner Innenverteidiger an, um den Spielaufbau zu verhindern und blockierten auch die Anspielstationen in der Zentrale. So waren Dominik Kleinen oder Daniel Kawohl gezwungen, das Heil in langen Bällen über die Seiten zu suchen. Den Adressaten Nico Wehner oder Johannes Hamacher gelang es auch immer wieder, das Spielgerät über Flanken ins Zentrum zu bringen, doch dort fehlte den VSF der Abnehmer. „Wir haben es in der zweiten Hälfte trotz des Rückstandes besser gemacht“, sagte Kehrberg. Insgesamt gebe es aber an der Niederlage nichts zu deuteln. „Gladbach war besser“, räumte er mit Blick auf den Spielverlauf ein.

VSF: Bergner (34. Derrix) – Kleinen, Lambertz, Kawohl – J. Hamacher, Bischoff, Fukuchi, Bruse, Wehner – Sakai, Gotzen (69. Odusina). Tore: 0:1 Ayan (6.), 0:2 Celik (41.). Zuschauer: 102