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VSF Amern im ersten Spiel des neuen Jahres gegen den 1, FC Mönchengladbach

Fußball-Landesliga : „Wir sind gar nicht unter Druck“

Der Trainer der VSF Amern vor dem ersten Spiel des Jahres beim 1. FC Mönchengladbach im Interview.

Nach einer herausragenden ersten Saisonhälfte nehmen die VSF Amern am Sonntag wieder den Meisterschaftsspielbetrieb in der Fußball-Landesliga auf. Der Tabellenfünfte tritt im Verfolgerduell beim Dritten, dem 1. FC Mönchengladbach, an. Vorher haben wir mit  Amerns Trainer Willi Kehrberg über die Vorbereitung und die Restsaison gesprochen.

Wie bereiten Sie die Mannschaft angesichts der schwierigen Witterungsbedingungen auf so ein Spitzenspiel vor?

Kehrberg Wir müssen improvisieren und kurzfristig entscheiden, was und wie wir trainieren. Schon letzte Woche gab es Tage, an denen keiner auf den Platz durfte.

Wie bewerten Sie die Vorbereitungsspiele?

Kehrberg Wir haben in alle drei Testspielen, beim 0:1 gegen Ratingen, beim 1:1 in Nettetal und beim 3:3 gegen Sonsbeck, zurückgelegen. Das können wir sehr gut wegstecken. Wir präsentieren uns nicht so, als ob das Probleme bereiten würden. Das würden einige bei uns auch nicht akzeptieren. Die nehmen Niederlagen persönlich. Wir spielen einen guten Ball, und wir wissen, was wir zu tun haben. Es gibt keinen Bruch, wie vielleicht befürchtet.

  • Max Gotzen traf für die VSF
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Wie stehen die Vorzeichen für das Spiel in Mönchengladbach?

Kehrberg Der 1. FC ist der Favorit. Wir sind gar nicht unter Druck. Aber es ist alles möglich. Wir werden einen Plan haben. Ich habe mir den FC vergangenen Samstag angeschaut. Die Truppe funktioniert. Das sieht man an so Kleinigkeiten, dass alle zum Torschützen laufen. Sie sind spielstark, haben ein gutes Passspiel und wirken darin sehr sicher. Im Hinspiel hatten wir keine Chance. Jetzt wollen wir uns anders präsentieren. Ich hoffe nur, dass das Spiel wegen der Witterung stattfindet, denn es sind zwei Teams die nach vorne gehen und in der Offensive einiges zu bieten haben.

Wie lautet Ihr Ziel für die Rückrunde?

Kehrberg Es kommt aus der Mannschaft. Die Spieler wollen mehr Punkte als in der Hinrunde holen. Wir haben jetzt acht Punkte Vorsprung vor dem Sechsten und zwölf Punkte vor dem Siebten. Wir wollen den Platz fünf verteidigen. Spiele wie gegen den 1. FC sind Bonusspiele, aber wir wollen natürlich versuchen, die Oberen nicht so weit wegziehen zu lassen.

Was können Sie denn noch besser machen als im bisherigen Saisonverlauf?

Kehrberg Bis Mitte Oktober, dem 1:4 gegen Heiligenhaus, haben wir zu viele Gegentore bekommen. Da fehlte uns die Balance zwischen Offensive und Defensive. Daran können wir arbeiten, aber  wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Platz fünf ist ohnehin ein Riesenerfolg, und es wäre schön, wenn wir das am Ende der Saison auch sagen könnten. Es würde uns schon guttun, wenn wir so weitermachen und das Niveau bestätigen. Denn man muss auch wissen, dass wir keinen mehr überraschen können.