Unsere Ehrenamtler: Voller Einsatz für den Kampfsport

Unsere Ehrenamtler : Voller Einsatz für den Kampfsport

Wilhelm Oligschläger gründete vor 45 Jahren das Karate-Dojo Shikoku Niederkrüchten. Doch der 64-Jährige befasst sich auch mit anderen Kampfsportarten und macht Überlebenstraining.

Niederkrüchten (off) Als kürzlich das Karate-Dojo Shikoku Niederkrüchten sein 45-jähriges Vereinsbestehen feierte, da war dieser Geburtstag auch etwas Besonderes für Wilhelm Oligschläger. Schließlich gründete der 64-Jährige diesen Verein. Der Erste Leitende Justizhauptwachtmeister beim Oberlandesgericht in Düsseldorf begann vor 51 Jahren mit Judo. Drei Jahre später konzentrierte er sich auf Karate und gründete vor 45 Jahren das Karate-Dojo in Waldniel, das jetzt seinen Sitz in Elmpt hat.

Er ist ein Verehrer des Großmeisters und Cheftrainer des Deutsch-Japanischen Karateverbandes: Hideo Ochi. Auf Oligschlägers Anregung nahm sein Karate-Dojo im Vereinsnamen als besondere Ehrerweisung den Zusatz Shikoku auf, wo Hideo Ochi geboren wurde. Voriges Jahr schaffte Wilhelm Oligschläger den 6. Dan Shotokan-Karate. Der Elmpter ist aber auch in anderen Kampfsportarten zu Hause, so hat er den 2. Dan Jiu-Jitsu, 1. Dan Judo und 3. Klase Arnis (philippinischer Stockkampf). Den C-Übungsleiterschein erwarb er speziell für Budotechniken beim Landessportbund und ist dort auch Einsatztrainer für Polizei und Justiz. Er besitzt auch den Übungsleiterschein für Thai Chi. Der Leiter des Justiz-Sicherheitstrainings ist seit 1980 Cheftrainer im Karate-Dojo Shikoku Niederkrüchten und trainierte die Judokämpfer beim SV Schwarz-Weiß-Elmpt. Wenn er gerade mal nicht für Karate unterwegs ist, macht er Überlebenstraining, fährt Motorrad und klettert. "Meine Ziele sind, Karate-Do zu vermitteln und dabei meine positive Lebenseinstellung weiterzugeben", sagte Wilhelm Oligschläger, der Breiten- und Leistungssportler trainiert.

Die Kampagne des Landessportbundes "Das habe ich beim Sport gelernt" findet er gut. "Ich will meinen Leuten vermitteln, im Leben nicht so schnell aufzugeben", sagt er. Das bedeutet, dass der Kampf dann gegen sich selbst aufgenommen werden muss. Nach einer Hüft-Operation war sein Bedürfnis, sich selbst und anderen zu zeigen, dass es sich im Leben lohnt, nie aufzugeben. Dadurch erreichte er sein Ziel, den 6. Dan im Shotokan-Karate. Er machte positive Erfahrungen, dass viele Menschen seine ehrenamtliche Tätigkeit zu schätzen wissen. Er kennt aber auch die Kehrseite: "Es gibt allerdings auch Menschen, die nur nehmen wollen und den ehrenamtlichen Einsatz nicht zu würdigen wissen."

(off)