Fußball : Viersens Retter gesucht

Ein Sieg am Sonntag gegen den SC Düsseldorf-West, und der 1. FC hat den Klassenverbleib geschafft. Trainer Klaus Fleßers setzt auf die individuellen Stärken seiner Spieler. Einige von ihnen haben zudem ein Formhoch.

Fussball So ganz hat Klaus Fleßers das 3:3 seiner Mannschaft nach einer 3:0-Führung in Duisburg noch nicht verdaut. Ein Sieg hätte den 1.$FC Viersen schließlich dem Klassenverbleib in der Niederrheinliga ein großes Stück näher gebracht. "Es ist ärgerlich. Aber wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir vor dem letzten Spieltag auf einem Nichtabstiegsplatz stehen, hätte ich sofort unterschrieben", sagt der Trainer des 1. FC, der nun am Sonntag gegen den SC Düsseldorf-West (15 Uhr am Hohen Busch) den letzten, entscheidenden Schritt machen möchte. Ein Sieg, und Viersen hat den Abstiegskampf erfolgreich überstanden.

Fleßers wird informiert sein

"Natürlich werden wir wie immer auf Sieg spielen, ohne dabei jedoch unsere Abwehr zu vernachlässigen", verspricht Fleßers, der auf der Bank über den Spielstand des Abstiegskonkurrenten SpVgg Schonnebeck, die zeitgleich beim SC Kapellen-Erft antritt, informiert sein wird. Schonnebeck ist punktgleich mit Viersen, hat aber die um 13 Tore schlechtere Tordifferenz. "Wenn es dann sein muss, werden wir mit Mann und Maus stürmen", sagt Fleßers, der wohl der selben Elf wie am Pfingstmontag sein Vertrauen aussprechen wird, da "sie in Duisburg 70 Minuten ein starkes Spiel abgeliefert hat".

Der Viersener Coach und Vorsitzende in Personalunion ist von den Qualitäten seiner Mannschaft überzeugt. "Und jeder im Team muss am Sonntag auch Verantortung übernehmen", fordert Fleßers. Damit die Rettung auch gelingt, ist zudem jeder gefordert, seine individuellen Stärken einzubringen. Und Viersens mögliche Retter befinden sich in jedem Mannschaftsteil.

So hat Fleßers in der Abwehr seit wenigen Wochen wieder eine Alternative mehr. Oliver Kremer hat nach langer Verletzung die letzten drei Spiele wieder mitgewirkt. Dadurch konnte Kapitän Ümit Kocaman auf die Position des "Sechsers" ins Mittelfeld wechseln. Die größten Hoffnungen liegen jedoch auf der Offensive, die im letzten Saisonviertel in Schwung gekommen ist. Ein Garant dafür ist Außenbahnspieler Mounier Ben Moussa. "Er ist wahnsinnig schnell und kaum zu halten. Aber häufig hatte das letzte Zuspiel gefehlt. Da hat sich Mounir in den letzten Wochen klar gesteigert", sagt Fleßers.

Eine Leistungsexplosion erlebt derzeit Jan Ballis. Monatelang wollte der Ball nicht ins Tor, jetzt hat der Stürmer an der Seite seines langjährigen Partners Florian Meier achtmal in den letzten sechs Spielen eingenetzt. "Wenn Jan das Vertrauen spürt, trifft er", sagt Fleßers, der aber auch auf die Qualität seiner Auswechselbank setzt: "Dort haben wir mit Di Buduo, Jansen, Purisevic und Banasch sehr gute Leute." Vielleicht wird ja einer zum Retter des 1. FC, der damit zu Spielbeginn noch gar nicht rechnen kann.

(RP)