Viersener THC bei Hockey-Länderspielen ein guter Gastgeber

Hockey : Viersener THC glänzt als guter Gastgeber

Die weiblichen U21-Nationalmannschaften von Deutschland, Großbritannien und den USA fühlten sich über Ostern auf der Anlage des VTHC pudelwohl. Für den deutschen Nachwuchs gab es einen klaren Sieg und eine knappe Niederlage.

Es war ein Kräftemessen auf Augenhöhe, der erste Teil des Drei-Nationen-Turniers, das über Ostern auf der Hockeyanlage des Viersener THC über die Bühne ging. Die weiblichen U21-Nationalmannschaften von Deutschland, Großbritannien, USA waren zu Gast, der zweite Teil des Turniers geht dann ab Mittwoch in Mönchengladbach über die Bühne. In Viersen genossen die Aktiven und die Zuschauer das Traumwetter: An allen drei Spieltagen gab es Sonne satt. In Kombination mit dem Sport lockte das zahlreiche Interessierte an. Rund 250 Zuschauer waren es am Ostermontag bei der Partie Deutschland gegen Großbritannien, schätzte Rainer Röder vom Organisationsteam des VTHC.

Auch am Samstag bei der Partie Deutschland gegen die USA habe es ähnlich ausgesehen. Als am Sonntag Großbritannien und die USA aufeinandertrafen, waren es etwas weniger. Röder zeigte sich sehr zufrieden: „Es gab keine Komplikationen, und wir freuen uns, dass so viele gekommen sind.“ Und: „Wir hatten Gäste aus den USA und Großbritannien, dass es auch im Publikum so international wurde, freut uns sehr.“ Knapp 30 Freiwillige halfen bei der Organisation des Hockey-Wochenendes mit. Etwa 25 Personen pro Mannschaft seien angereist. Insgesamt galt es also fast 80 Personen auf dem Vereinsgelände des Viersener THC zu empfangen. Übernachtet haben die Mannschaften aber in Mönchengladbach - wo die Länderspiele ursprünglich stattfinden sollten. Doch weil kurz darauf die deutschen Männer und Frauen im Rahmen der Pro League im Hockeypark antreten, entschied sich der Deutsche Hockey-Bund, einen Teil der U21-Länderspiele auszulagern.

Bundestrainer Akim Bouchouchi fand den Empfang in Viersen insgesamt sehr gut. „Die Viersener sind recht kurzfristig in die Bresche gesprungen und haben viel auf die Beine gestellt, mit viel Herzblut.“ Die Atmosphäre sei angenehm gewesen, „jeder hat sich zu Hause gefühlt“. Der Viersener THC ist nicht zum ersten Mal Gastgeber für Länderspiele: Zuletzt waren die männlichen U16-Junioren in Viersen zu Gast. Im Juli 2016 besiegten sie England mit dem Viersener Fabio Schütze als Innenverteidiger, der mittlerweile beim Düsseldorfer HC in der Bundesliga spielt.

Für alle drei Mannschaften war es ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Obwohl die deutschen Spielerinnen mit einem 6:2 gegen die USA am Samstag gut vorlegten, verloren sie am letzten Turniertag gegen die Britinnen 0:1: In der 55. Minute fiel das erste und letzte Tor im Spiel. Deutschland hatte zwar mehr vom Spiel, doch mit jeder Spielminute zehrte vor allem die sehr intensive Laufleistung an den Reserven. Auf Kosten der Konzentration, die am Ende für Schwächen in der Abwehr sorgte. Hinzu kam, dass die Spielerinnen am Sonntag zwei, am Montag eine Trainingseinheit vor dem Spiel absolviert hatten.

Bundestrainer Bouchouchi zog nach der Niederlage gegen die Britinnen Bilanz: „Beim ersten Spiel am Samstag konnten wir, ganz unabhängig vom Ergebnis, viele Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, gut umsetzen.“ Am Montag sei jedoch der Start unrund gewesen, der Einstieg ins Spiel etwas müde. „Wir haben aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht“, sagt der Trainer. Die intensive Kampf- und Laufbereitschaft, die zum Ende der Partie den deutschen Spielerinnen das Leben schwer gemacht habe, sei aber ein Markenzeichen der britischen Mannschaft. Doch die Niederlage am Montag gehöre zu den vermutlich wertvollsten Erfahrungen aus dem Turnierwochenende. Schließlich sind die Spiele ein Schritt auf dem Weg zur Europameisterschaft, die vom 10. bis 22. Juli in Valencia in Spanien stattfindet. Die Chance zur Revanche gegen Großbritannien gibt’s schon am Donnerstag - dann allerdings im Hockeypark in Mönchengladbach

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