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Fußball: Viersen weiter ohne Heimsieg

Fußball : Viersen weiter ohne Heimsieg

Auch gegen Turu Düsseldorf II ging die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg leer aus: 1:3. Für den Coach ist völlig unerklärlich, warum die Mannschaft am Hohen Busch so viel schlechter spielt als in der Fremde.

Fussball Es war 18.54 Uhr an einem kalten Samstagabend. Die Zweitvertretung von Turu Düsseldorf hat mit einem 3:1-Erfolg ihren ersten Auswärtssieg eingefahren und bildet nach dem Schlusspfiff einen Kreis, um gemeinsam den Erfolg zu feiern. Währenddessen verlässt ein fassungsloser FC-Trainer Willi Kehrberg als letzter Viersener den Kunstrasenplatz am Hohen Busch, nachdem seine Spieler schon in die Kabine geflüchtet sind. Ihm ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. "Ich gebe heute keinen einzigen Kommentar ab", sagte er.

Erneut wurde er in einem Heimspiel von seiner Mannschaft enttäuscht. Und die Leistung am Samstagabend war wohl die schwächste in der laufenden Saison. Von der ersten Minute an stand der FC ohne Mut, ohne Leidenschaft und ohne Ideen auf dem Platz. All das, was den Viersenern fehlte, fand man in der Spielweise der Düsseldorfer wieder. Dies machte sich schon nach 13 Minuten bemerkbar. Bei einem Eckstoß verloren die Viersener unnötig den Ball, Turu schaltete blitzschnell auf Konterspiel um. Ein langer Ball landete vor die Füße von Vincenzo Graziano, der keine Probleme hatte und freistehend vor FC-Keeper Thomas Gerdes zum 0:1 einnetzte.

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Keine 60 Sekunden später stand mit Sascha Hofrath der nächste Düsseldorfer unbedrängt vor dem Viersener Gehäuse und markierte das 0:2. "Warum stehen wir denn schon wieder so ungeordnet da?", brüllte Willi Kehrberg nach diesem Treffer auf das Spielfeld. Er wusste nicht, was mit seinen Spielern an diesem Abend los war. Fortan spielte Viersen schwach, Turu setzte ganz auf die Defensivarbeit. Nach der Pause wollte Willi Kehrberg mit der Einwechslung von Serkan Pacali der Offensive neuen Schwung verleihen, was aber nicht umgesetzt werden konnte. Im Gegenteil: Die Gäste waren es, die dem dritten Treffer näher waren, der nach gut 70 Minuten zustande kam. Marius Dick wurde nach einem Freistoß aus dem Halbfeld freigespielt und hatte keine Mühe, den Ball zum 0:3 aus kurzer Distanz einzuschieben.

Wenige Minuten später traf Jan Ballis aus dem Nichts noch zum 1:3, doch dieser Treffer war nur noch Ergebniskosmetik. Zu diesem Zeitpunkt hatten schon viele FC-Anhänger den Hohen Busch mit einem Kopfschütteln verlassen. Einer, der bis zum bitteren Ende geblieben ist, fand wie Willi Kehrberg "keine Worte für diese schwache Leistung".

(vdb)