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Fußball: Viersen spielt stark, verliert aber klar

Fußball : Viersen spielt stark, verliert aber klar

Im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga gab's für den 1. FC beim Primus DSC keine unerwarteten Punkte.

Wer alleine das Ergebnis sieht, der wird davon ausgehen, dass der DSC 99 als Aufstiegsanwärter der Fußball-Landesliga gestern einen standesgemäßen Heimsieg gegen den weiter stark abstiegsbedrohten 1. FC Viersen gefeiert hat. Doch für den am Ende deutlichen 4:1 (2:1)-Erfolg mussten die Düsseldorfer hart arbeiten. Zwischenzeitlich spielten die mutig auftretenden Gäste auf Augenhöhe mit, unter dem Strich war es die höhere Fehlerquote der Gäste und die größere individuelle Qualität der Hausherren im Abschluss, die den Unterschied ausmachten.

"Wir verlieren hier 1:4 und sind es selber schuld. Der DSC hat uns jedenfalls nicht an die Wand gespielt, wir hätten nicht verlieren müssen", sagte FC-Coach Steve Jäck, der erstmals seit der Ablösung von Willi Kehrberg Ende März zwei Niederlagen in Folge kassierte. Immerhin blieb es den Viersenern erspart, auf einen Abstiegslatz abzurutschen, weil die Konkurrenz zumindest nicht voll punkten konnte. Als Jäck sprach, war ihm anzusehen, dass es mächtig in ihm brodelte. Kurz zuvor hatte er seine Wut über den Spielverlauf an seinem Notizbuch ausgelassen, als er es wutentbrannt auf den Kunstrasen pfefferte. Die Unzufriedenheit war gut nachvollziehbar, denn nach einer verschlafenen Anfangsphase zeigten die Viersener, wie viel Selbstbewusstsein und Stabilität sie durch die Erfolge der vergangenen Wochen aufgebaut haben. Nachdem die Düsseldorfer zweimal die löchrige Viererkette des 1. FC Viersen überspielt hatten und durch die Tore des unwiderstehlichen Shun Terada (10. Minute, Saisontreffer 39) und seines Bruders Ryo (19.) klar in Front gegangen waren, war Schlimmstes zu befürchten. Doch die Gäste zeigten eine gute Reaktion und spielten weiter mutig nach vorn, während der DSC auf weitere Fehler lauerte. Belohnt wurde der Viersener Mut in der 37. Minute, als Dominik Klouth einen Pass von Dennis Richter auf Naoya Tawaraishi abklatschen ließ und der Japaner im Strafraum eiskalt auf 1:2 verkürzte. Dass die Gastgeber bis zur Halbzeit in einem offenen Schlagabtausch weitere gute Möglichkeiten vergaben und FC-Keeper Jens Lonny direkt nach der Pause stark gegen Shun Terada reagierte, ließ die Zuversicht weiter wachsen.

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Da war schon ein Missgeschick von Volkan Akyil vonnöten, um den DSC höher in Front zu bringen. Bei dem Versuch, eine Flanke aus der Gefahrenzone zu befördern, rutschte ihm der Ball über den Spann und von dort in den Winkel des eigenen Tores (57.). Doch auch danach spielten die Jäck-Schützlinge unermüdlich nach vorne und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten, doch vor dem Tor fehlte es dann entweder an Übersicht, Entschlossenheit oder Kraft. Düsseldorfs Trainer Sebastian Saufaus war dennoch an der Seitenlinie anzumerken, dass er sein Team noch lange nicht am Ziel sah. Erst als der kurz zuvor eingewechselte Carlos Steingen Sosa vier Minuten vor dem Schlusspfiff auf 4:1 erhöhte, war auch er beruhigt.

(RP)