Fußball: Viersen reist mit Interimscoach nach Heiligenhaus

Fußball : Viersen reist mit Interimscoach nach Heiligenhaus

Während sich der Fußball-Landesligist 1. FC Viersen am Wochenende von Cheftrainer Steve Jäck getrennt hat, hat der Verein Co-Trainer Alexi Triantafillidis ausdrücklich das Vertrauen ausgesprochen. Er wird die Mannschaft so lange betreuen, bis ein neuer Coach gefunden ist, also auch heute Abend beim Auswärtsspiel gegen die SSVg. Heiligenhaus.

Mit der Rolle des Interimstrainers hat Triantafillidis überhaupt keine Probleme. "Solange ich gebraucht werde, bin ich da. Anschließend trete ich gerne wieder in die zweite Reihe zurück - wenn denn der neue Trainer weiter mit mir arbeiten möchte", betont Triantafillidis. Zu den Vermutungen, dass er die Trainingsarbeit künftig an der Seite des bisherigen Sportlichen Leiters Daniel Saleh verrichtet, konnte oder wollte sich Triantafillidis gestern nicht äußern: "Das ist Sache des Vorstands, in diese Planungen werde ich nicht einbezogen." Zuvorderst seine Sache ist es dagegen, die Mannschaft fit für die Partie in Heiligenhaus zu machen. Eine Aufgabe, vor der dem 39-Jährigen nicht bange ist, auch wenn er nach eigenen Auskünften bislang erst zwei Jahre Trainererfahrung beim damaligen Bezirksligisten SuS Krefeld vorweisen kann. Dafür hat er allerdings etliche Spielzeiten als Aktiver auf dem Buckel. In den Jahren 1997 bis 2001 und 2004 bis 2006 spielte er unter anderem in der Verbandsliga und Landesliga für den 1. FC Viersen. Aus dieser alten Verbundenheit entstand in der Rückrunde der Vorsaison der Kontakt an den Hohen Busch, der letztlich zu seinem Engagement als Co-Trainer führte.

"Die Probleme, die es zwischen Steve und der Mannschaft gab, betreffen mich nicht. Von den Spielern kam ausdrücklich die Rückmeldung, dass sie mit mir weiterarbeiten wollen", erklärt Triantafillidis. Er sieht die Mannschaft jetzt in der Pflicht: "Ich will eine Reaktion sehen. Ausreden gibt es jetzt nicht mehr." Im Vergleich zu den jüngsten Vorstellungen fordert der Interimscoach größere Laufbereitschaft und ein intensiveres Zweikampfverhalten ein. Bis auf die verletzten Sean Herrmann (Mittelfußbruch) und Dennis Jovanovic (Knie) soll der komplette Kader mit nach Heiligenhaus reisen. "Es kann zwar durchaus sein, dass es neue Gesichter in der Startelf geben wird. Aber mir ist es wichtig, allen Spielern das Gefühl zu geben, dass sie wichtig sind", sagt Triantafillidis.

(ben-)
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