Fußball: Viersen ohne erkrankten Kern gegen Turu

Fußball : Viersen ohne erkrankten Kern gegen Turu

Trotz zuvor vier Siegen innerhalb von zehn Tagen hat rund um den Hohen Busch wirklich niemand damit gerechnet, dass der Fußball-Niederrheinligist 1. FC Viersen den großen Nachbarn KFC Uerdingen derart ärgern könnte.

Am Sonntag klappte es, nachdem man in den beiden Jahren zuvor mit Schimpf und Schande aus der Grotenburg auf die Heimreise geschickt wurde. Beim 0:0 hatten die Rot-Weißen in der letzten Viertelstunde sogar die Chance zum Sieg.

Turu gilt als stärkstes Team

Aber das wäre wohl ein wenig zu viel des Guten gewesen. So hat man einem Titelfavoriten im Meisterschaftskampf zumindest ein Bein stellen können. Und das nächste Gipfeltreffen steht unmittelbar bevor. Heute Abend (18.30 Uhr) empfängt der 1. FC den Tabellenzweiten Turu Düsseldorf. Viele Experten schätzen die Landeshauptstädter als die stärkste Mannschaft der Liga ein. Düsseldorf hat ein Spiel weniger ausgetragen als der große KFC und liegt nur einen Punkt hinter dem DFB-Pokalsieger von 1985. Das bedeutet, dass sich die Düsseldorfer keinen Ausrutscher am Hohen Busch erlauben dürfen.

"Wir werden ihnen das Leben so schwer wie nur eben möglich machen", sagt Cheftrainer Frank Mitschkowski. Zwar befindet sich der Verein mit aktuell 37 Punkten (aus 26 Spielen) in komfortablem Fahrwasser, doch in Kombination mit dem kommenden Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Rot-Weiß Essen können die Rot-Weißen den Ligaverbleib so früh wie selten zuvor unter Dach und Fach bringen. "Das treibt uns natürlich an.

Dafür werden wir alles geben", sagt der Coach, der seine Mannschaft ohnehin nicht sonderlich motivieren muss. Sie alle haben vor Augen, in dieser Spielzeit außergewöhnliches erreichen zu können: der frühzeitige Ligaverbleib und dann mal schauen, was noch alles möglich ist. Der 1. FC Viersen im Jahr 2011 macht einfach Spaß.

Doch der sportliche Erfolg rutscht absolut in den Hintergrund, wenn man an den Kreislaufzusammenbruch von Winter-Neuzugang Stephan Kern denkt. Derzeit wird Stephan Kern stationär behandelt. Nicht nur beim 1. FC Viersen sorgt man sich um den ehemaligen Eishockeyspieler des Krefelder EV.

Die Rot-Weißen werden gegen Turu versuchen, den plötzlichen Ausfall ihres Mitspielers abermals zu kompensieren und ihm zur schnellen Genesung die nächsten Punkte zu schenken. Vielleicht kann dieser traurige Umstand die Mannschaft zur sportlichen Höchstleistung treiben und dem nächsten Favoriten ein Bein stellen. Es wäre dem 1. FC Viersen und Stephan Kern zu gönnen.

(RP)