Fußball : Viersen feiert "dreckigen" Sieg

Durch Mounir Ben Moussas verwandelten Handelfmeter bezwingt der 1. FC am Hohen Buschen den 1. FC Wülfrath 1:0. Eine stabile Defensive ist der entscheidende Faktor für den siebten Saisonerfolg der Gastgeber.

Mounir Ben Moussa blieb ganz ruhig. Die Rufe von der Tribüne drangen ebenso wenig bis zum Mittelfeldspieler des 1. FC Viersen durch wie die Erinnerungen an den letzten Sonntag. Da hatte sein Teamkollege Nando Di Buduo in der Schlussphase gegen Rhede noch einen Strafstoß vergeben und damit einen Punktgewinn verpasst. Nun stand Ben Moussa nach einer halben Stunde im Heimspiel gegen den 1. FC Wülfrath am Punkt und verwandelte eiskalt. "Ich habe mich sicher gefühlt, habe zuletzt auch in Ratingen getroffen. Jetzt bin ich froh, dass es zum Sieg gereicht hat", sagte der Linksfuß, dessen 1:0 der goldene Treffer in einem ereignisarmen Spiel war.

Das freilich machte Viersens Trainer überhaupt nichts aus. "Wir haben sicher zuletzt besser Fußball gespielt, uns aber nicht belohnt. Deswegen ist es mir völlig egal, dass es heute eher ein dreckiger, aber auch verdienter Sieg war", sagte Frank Mitschkowski nach dem siebten Saisonerfolg, mit dem der 1. FC auf den 13. Platz klettert. Verantwortlich dafür war ein glanzloser, aber effektiver Auftritt der Gastgeber.

Der 1. FC erspielte sich gegen den Tabellensechsten zwar ein Übergewicht, allerdings fehlte es an gelungenen Kombinationen. Bezeichnend, dass Maurice Passage Viersens erste Chance hatte, als er Wülfraths Fabian Helmes den Ball stibitzte, vom Verteidiger aber noch erfolgreich beim Torschuss gestört (19.)) wurde. So führte der erste zielstrebige Spielzug gleich zum 1:0. Ben Moussa schickte Nando Di Buduo, der im Strafraum den unsicheren Wülfrather Helmes zum Handspiel zwang — es folgte der sicher verwandelte Elfmeter in der 32. Minute. Auf der anderen Seite passierte derweil nichts, da die Hausherren mit der nötigen Konsequenz verteidigten.

"Wir haben bombenfest gestanden, die kreative Zentrale des Gegners im Kollektiv ausgeschaltet", lobte Mitschkowski, der Benjamin Willing hervorhob. Viersens Ersatztorwart machte seine Sache sehr ordentlich und hatte nur einmal Glück, dass er bei seinem Ausflug aus dem Strafraum den Ball nicht an die Hand bekam (56.). Fast im Gegenzug hätten Maurice Passage und im Nachschuss Di Buduo für die Vorentscheidung sorgen müssen. "An der Chancenverwertung arbeiten wir noch", sagte Ben Moussa, der aber glücklich war, dass "sich die Mannschaft, die für den Erfolg wieder unheimlich gerackert hat, heute auch belohnte".

(RP)