Fußball : Viersen bleibt nur kleine Chance

Das Relegationshinspiel um einen Platz in der Fußball-Landesliga verlor der 1. FC Viersen gegen den FC BG Überruhr daheim 3:4. Somit haben die Essener für das Rückspiel die klar besseren Karten.

Es war an Spannung nicht zu überbieten, das Hinspiel der Landesliga-Relegation zwischen den Fußballern des 1. FC Viersen und dem FC Blau-Gelb Überruhr. Die beiden Mannschaften boten den 440 Zuschauern am Hohen Busch eine spektakuläre Partie, in der sich die Gäste aus Essen eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel verschaffen konnten. Denn Viersen verlor das Heimspiel mit 3:4 (1:3) und steht somit kurz vor dem bitteren Gang in die Bezirksliga.

Die gestrige Begegnung war für den 1. FC ein Spiegelbild der Saison. "Wir waren eigentlich schon wieder tot, und trotz aller Widerstände haben wir uns zurückgekämpft", lobte Viersens Trainer Daniel Saleh die Moral seiner Mannschaft. Diese Moral war gestern auch nötig. Denn ohne sie wäre der Abstieg des 1. FC möglicherweise schon besiegelt. Denn es waren die Gäste, die nach einer von beiden Seiten abwartenden Anfangsphase ab Mitte der ersten Halbzeit stark aufspielten und sich nach Treffern der beiden Torjäger Ersin Canseven (25.) und Marius Topolko (28.) die Führung verdienten. Kurz danach gab Viersens Dennis Homann zwar die passende Antwort und erzielte aus dem Gewühl heraus den 1:2-Anschlusstreffer (32.), doch nur vier Minuten später stellte Canseven den alten Vorsprung für Überruhr wieder her (36.). "Man hat sich das natürlich ganz anders vorgenommen", sagte Saleh.

Nach dem Seitenwechsel schien es erst so, als würden beide Teams ihr Pulver kurz vor der Pause verschossen haben. Denn erst in der Schlussphase ging es wieder richtig zur Sache. Nach dem Anschlusstreffer des Jokers Dominik Klouth (81.) sah sein Mitspieler Enrico Zentsch die Rote Karte. Er soll dem gegnerischen Keeper, der unnötig aus seinem Tor gestürmt war, eine Kopfnuss verpasst haben (83.). Zentsch wird wie Lars Werth-Jelitto (fünfte Gelbe Karte) im Rückspiel fehlen. Als dann Überruhrs Jonas Rölver dem 1. FC in der Nachspielzeit den vermeintlichen Gnadenstoß verpasste (90.+1.), schlug Viersen durch Sean Herrmann tatsächlich nochmal zurück (90.+2.). Das Ende einer irren Partie, in der der 1. FC Viersen die immer kleiner werdende Chance auf den noch Klassenerhalt gewahrt hat.

(vdb)
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