Verstärkung aus dem Ausland für den ASV Süchteln

Tischtennis-Regionalliga : ASV holt Verstärkung aus dem Ausland

Nach dem Abgang von Tom Heisse haben sich Süchtelns Regionalliga-Tischtennisspieler mit dem Litauer Matas Skucas verstärkt. Der international erfahrene 28-Jährige lebt im belgischen Antwerpen, hat also eine überschaubare Anreise.

Seit vier Jahren spielt der ASV Süchteln ununterbrochen in der Tischtennis-Regionalliga. Doch so nah am Abstieg wie in der kürzlich beendeten Saison war der ASV noch nie. Doch dank einer famosen Rückrunde gelang am Ende doch noch der souveräne Klassenverbleib. Damit es auch nach der nächsten Spielzeit in der vierthöchsten deutschen Spieklasse weitergeht, mussten die Süchtelner wegen des Abschieds der Nummer zwei Tom Heisse zur TG Neuss aber personell etwas tun. Sie entschieden sich dazu, mal wieder einen Spieler aus dem Ausland zu verpflichteten. Es kommt der ehemalige litauische Nationalspieler Matas Skucas.

„Matas hat sich in den Gesprächen und im Probetraining als echte Verstärkung präsentiert“, sagt ASV-Kapitän Daniel Halcour über den 28-Jährigen. „Er freut sich sehr, zukünftig Teil unserer kampfstarken Truppe zu sein.“ Als im Januar klar war, dass Tom Heisse die Süchtelner verlassen würde, begann die Suche nach einem Nachfolger. Halcour nutzte zwar sein gutes Netzwerk in der Tischtennisszene, doch schnell wurde klar, dass es nicht gelingen würde, einen deutschen Spieler zu finden, der sowohl finanziell als auch menschlich in das gut funktionierende ASV-Team passt. Gemeinsam mit Axel Fischer, Andreas Konzer und Oliver Bovians spielt Halcour schließlich schon sehr lange zusammen. Auch Balazs Hutter trägt jetzt schon drei Jahre (mit einer Unterbrechung von zwei Saisons) das ASV-Trikot. Da die Süchtelner in der Spielzeit 2016/2017 mit dem jungen Engländer Luke Savill schon einmal sehr gute Erfahrungen mit der Verpflichtung eines Spielers aus dem Ausland gemacht hatten, stellten sie auch Überlegungen in dieser Richtungen an, zumal Halcour auch entsprechende Empfehlungen bekam. Darunter eben auch Skucas. Geboren und aufgewachsen in Litauen, wohnt er mit seiner Freundin im belgischen Antwerpen, wo er auch in der Immobilien-Branche arbeitet. Parallel absolviert er eine Ausbildung zum professionellen Tischtennis-Trainer. Anders als Luke Savill, der zu jedem Spiel eingeflogen werden musste, reist Skucas aus Belgien mit dem Auto an. „Das ist schon ein großer Unterschied und viel weniger organisatorischer Aufwand für uns“, erklärt Halcour.

Tischtennis spielt Matas Skucas schon seit dem neunten Lebensjahr und entwickelte sich zum Junioren-Nationalspieler, später vertrat er sein Land auch bei den Erwachsenen. 2011 war sein bisher erfolgreichstes Jahr. Bei den litauischen Meisterschaften sicherte er sich gleich drei Titel (Einzel, Doppel, Mixed), zudem nahm er an den Europa- und Weltmeisterschaften teil. Auch 2017 war er als Aktiver bei der WM in Düsseldorf dabei. Viel Erfahrung sammelte Skucas auch bei der Teilnahme an zahlreichen internationalen Profi-Turnieren. „Ich denke, dass er das Niveau von Tom hat. Zudem passt er als Kämpfertyp sehr gut zum Charakter unserer Mannschaft“, erklärt Daniel Halcour. Außerdem ergänzt der Litauer als Linskhänder auch die Doppel der Süchtelner sehr gut. An welcher Position der Neuzugang auflaufen wird, steht noch nicht fest. Wahrscheinlich im oberen oder mittleren Paarkreuz.

In der Regionalliga wird es nächste Saison erneut spannend zugehen. Zwar fehlt wie in den Vorjahren eine alles überragende Mannschaft, weil die Champions Düsseldorf in die 3. Bundesliga aufgestiegen sind, dafür werden sich noch mehr Mannschaften auf einem ähnlichen spielerischen Niveau bewegen. Gut möglich, dass der besondere Süchtelner Teamgeist in vielen Spielen den Unterschied ausmachen wird.

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