Fußball : Urgestein lässt Hinsbeck aufatmen

Lukas Hanssen ist erst 24, spielt aber schon fast 20 Jahre bei Rhenania. Gegen Bockum traf er dreifach und sorgte für Erleichterung beim Fußball-A-Ligisten.

nettetal (pas-) Mit seinen 24 Jahren befindet sich Lukas Hanssen eigentlich noch in der ersten Hälfte seiner Laufbahn als Senioren-Fußballer. Trotzdem zählt der Angreifer schon zu den ältesten Spielern im Kader des A-Ligisten SC Rhenania Hinsbeck. Ein echtes Urgestein ist er ohnehin längst: Hanssen spielt bereits im 20. Jahr bei seinem Heimatverein. Mit einem Dreierpack beim 5:3-Sieg gegen den TSV Bockum machte er den Klassenverbleib ein großes Stück wahrscheinlicher.

"Wir brauchen noch einen Sieg aus den letzten zwei Spielen", glaubt Hanssen, "dann sollte es reichen." Dabei sprach zur Winterpause eigentlich kaum noch etwas für die Rhenania. Nach nur einem Sieg aus den ersten neun Partien beendete Hinsbeck die Hinserie als Tabellenletzter und ohne große Hoffnung. Dann spielte auch das Glück eine Rolle: Weil sich der B-Kreisligist SuS Schaag II nach internen Streitereien auflöste, wechselten gleich zwölf SuS-Akteure nach Hinsbeck. "Wenn es dieses frische Blut nicht gegeben hätte, dann wäre unser Abstieg schon längst besiegelt", glaubt Hanssen.

Seitdem läuft es beim SC hingegen rund. Acht Erfolge aus 15 Spielen bedeuten Rang fünf der Rückrundentabelle, die jüngsten drei Siege am Stück spülten Hinsbeck endgültig aus dem Tabellenkeller. Wie schon beim 6:5-Sieg gegen den OSV Meerbusch vor zwei Wochen traf Hanssen gegen Bockum dreifach. Gegen den OSV lag Hinsbeck sogar schon mit 0:3 zurück, Bockum führte am vergangenen Sonntag mit 3:1. "Wir wussten nach dem Meerbusch-Spiel, dass wir Rückstände drehen können und haben gegen Bockum an uns geglaubt", sagt Hanssen, der das Spiel binnen vier Minuten gemeinsam mit Sturmpartner Darius Hegholz drehte. Hegholz (zwölf Tore in 14 Spielen) ist genau wie Gabriel Al Maakouri (sechs Tore, elf Vorlagen) für Hanssen der entscheidende Faktor für den Aufschwung: "Mindestens 50 Prozent meiner Tore sind den Vorlagen zu verdanken, die meistens von den beiden kommen."

So hat die Rhenania gute Karten im Abstiegskampf. Im nächsten Jahr ist für das SC-Urgestein dann mehr drin: "Wenn wir zusammenbleiben, wovon ich ausgehe, sehe ich uns in einer guten Rolle, vielleicht sogar im oberen Tabellendrittel." Dass er mit dabei bleibt, ist für Hanssen eine Selbstverständlichkeit: "Ich hatte ein paar Angebote, gerade als es sportlich hier nicht gut lief. Aber ich bin ein Hinsbecker Junge."

(cpas)
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