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Union Nettetal, VSF Amern und 1. FC Mönchengladbach müssen Zukunft gestalten

Fußball in Zeiten von Corona : So laufen die Planungen der Landesligisten

Sportlich herrscht im Amateurfußball noch Ungewissheit in der Corona-Krise, trotzdem muss die Zukunft gestaltet werden. So sieht es bei den Landesliga-Klubs der Region aus.

Der April eines jeden Jahres ist für viele Vereine immer die Endphase der Transferplanungen. In diesem Jahr ist alles anders. Die Corona-Krise erschwert die Planungen. Dabei können einige Verantwortliche nur schwerlich ihre Hausaufgaben machen. Auch die Spieler hadern mit der Entscheidungsfreudigkeit.

Beim ASV Süchteln sind die Personalplanungen dagegen durch, die Mannschaft bleibt größtenteils zusammen. „Wir wollen auf unseren aktuellen Kader weiter bauen und haben uns nur punktuell verstärkt“, sagt Trainer Fabian Wiegers. Neu im Team der Süchtelner sind nun Niklas Schubert, Robin Ingenrieth (beide SV Vorst), Philipp Kremer (SV Lürrip) und Burak Akarca (SC Kapellen).  Mit dem 28-jährigen Akarca setze der ASV ein Ausrufezeichen. Der Abwehrspieler lief für die U23 des MSV Duisburg und KFC Uerdingen bereits in der Regionalliga West auf. Zu den externen Neuzugängen gesellen sich aus der A-Jugend Cameron Heinrichs und Leon Falter. Verlassen werden den Landesligisten lediglich drei Spieler: Ben Plauk (Studium), Luca Stettinger (Auslandsaufenthalt) und Metin Türkay (Ziel unbekannt).

Bei den VSF Amern freuen sich die Verantwortlichen vor allem auf die Rückkehr von René Jansen (Teutonia St. Tönis). „René kommt nun nach Hause“, sagt Amerns Sportlicher Leiter Toni van Dalen. Dem Offensivspieler folgen dabei gleich drei seiner alten Teamkammeraden: Robin Krahen, Frederik Verlinden und Oguzhan Bonsen (alle SC Union Nettetal). Zudem stoßen auch Luca Dorsch (TuRa Brüggen) und Tim Friedrich (SC Niederkrüchten) hinzu. Gesucht wird aktuell noch ein Achter oder Zehner. Zudem ist man noch auf der Suche nach einem Co-Trainer mit B-Lizenz, der zusammen mit VSF-Coach Willi Kerberg das Team leitet. Den Neuzugängen stehen insgesamt sieben Abgänge gegenüber. Lars Bergner, Mehrdad Sharanzifar (beide 1. FC Mönchengladbach), Nassir El Aboussi und Andreas Kremer (Ziel unbekannt) verlassen Amern. Zudem stehen die Koreaner bzw. Japaner der Mannschaft nicht mehr zur Verfügung: Yeon-Woog Jung, Ibuki Noguchi und Ken Sugawara.

Völlig anders ist die Lage beim 1. FC Mönchengladbach. Den Westendern steht ein größerer personeller Umbruch bevor. Gleich sechs Spieler verließen den Verein in Richtung SC Union Nettetal: Leonard Lekaj, Gero Wolters, Florian Wolters, Pascal Schnellhammer, Marcel Schulz und Ben Venhaus. Weitere Abgänge werden wohl folgen. Mit Bergner, Sharanzifar von den VSF Amern stehen zwei Neuzugänge fest. Neu im Team ist auch Trainer Alexi Triantafillidis, der Frank Mitschkowski beerbt: „Die Kaderplanung ist zwar schon gut vorangeschritten, dennoch sind wir noch nicht voll. Im Moment ist das aber auch etwas schwierig. Trotzdem sind wir guter Dinge.“

Mit zwölf Punkten belegt die DJK Giesenkirchen den letzten Tabellenplatz, könnte aber dennoch den Klassenerhalt schaffen, auch wenn es sportlich am Ende nicht reichen sollte. Derzeit kursieren mehrere Szenarien, wie die aktuelle Saison beendet werden könnte. Das stellt die Verantwortlichen zwar vor eine große Herausforderung. „Wir sehen der Sachen trotzdem gelassen entgegen. Der Verband wird hier schon eine richtige Entscheidung fällen“, sagte Abteilungsleiter Holger Drever. Fest steht, dass Volker Hansen und Erhan Kuralay auch in der kommenden Saison das Sagen an der Seitenlinie haben werden. „Das haben wir schon vor längerer Zeit festgemacht. Wir hoffen nun natürlich, dass wir bald Klarheit haben, wie es weitergeht. Dann kommen wir auch mit der Kaderplanung weiter voran“, fügt Drever an.