Union Nettetal in der Fußball-Oberliga nach der Niederlage beim SC Düsseldorf-West

Fußball-Oberliga : Nettetaler kommen nicht in Schwung

In der wichtigen Partie beim Verfolger SC Düsseldorf-West verlor der SC Union Nettetal mit 0:2. Für den Aufsteiger war das nach der Winterpause die zweite Niederlage im zweiten Spiel. Der Abstiegskampf spitzt sich zu. 

Der SC Union Nettetal dürfte langsam seinem guten Lauf von vor der Winterpause hinterher trauern. Damals hatten die Nettetaler in der Fußball-Oberliga von acht Spielen sieben nicht verloren und sich mit 15 gewonnenen Punkten eine gute Basis für den Kampf gegen den Abstieg im neuen Jahr verschafft. Doch der Start 2019 ist seit Sonntag endgültig missraten, denn nach dem 0:3 daheim gegen Germania Ratingen folgte eine 0:2 (0:0)-Niederlage beim Verfolger SC Düsseldorf-West. Dadurch verließen die Düsseldorfer erstmals seit langer Zeit wieder die Abstiegsränge und haben den Rückstand auf Nettetal auf vier Punkte reduziert.

Zum Matchwinner avancierte bei den Gastgebern Winterzugang Shunya Hashimoto. Der 23-jährige Japaner hatte schon mal anderthalb Jahre für West in der Oberliga gespielt, suchte dann sein Glück in der Regionalliga bei Fortuna Düsseldorf und dem Bonner SC und kehrte jetzt zurück. Über wie viel Dynamik der Angreifer verfügt, durften die Zuschauer erstmals in der insgesamt ausgeglichenen und ereignisarmen ersten Spielhälfte beobachten. Da zog er nach rund einer halben Stunde aus 20 Metern ab, setze aber den Ball ans Quergebälk. Besser machte es der Japaner kurz nach der Halbzeit, als aus einem Nettetaler Ballverlust eine Ecke entstand. Die wurde zwar zunächst aus dem Strafraum geköpft, doch dort lauerte Hashimoto, beförderte das Spielgerät mit dem Vollspann zum 1:0 in die Maschen und ebnete seinem Team so den Weg zu dem wichtigen Heimerfolg. In der 71. Minuten war es dann Dennis Ordelheide, der die Unordnung in der SCU-Defensive bei einem Konter zur Vorentscheidung nutzte.

Bei den Nettetalern hätte auch ein Winterzugang eine entscheidende Rolle spielen können. Doch der vom Regionalligisten SV Straelen gekommene René Jansen vergab vor der Pause eine gute Möglichkeit, als der Ball nach einer Ecke vom in die Startformation gerückten Toni Weis in den Strafraum gebracht wurde. Jansens Direktabnahme strich knapp am West-Tor vorbei. Zuvor hatte Dominik Dohmen West-Keeper Alexander von Ameln schon mal per Kopf zu einer Glanztat gezwungen. „Wir haben bewusst abwartend gespielt und auf unsere Chancen gewartet. Die haben wir dann aber liegenlassen“, sagte SCU-Trainer Andreas Schwan. Dass Jansen bislang noch unter seinen Möglichkeiten geblieben ist, sieht der Coach nicht als Ursache für die aktuelle Torflaute: „Zum Angriff gehören Mittelfeld und Sturm. Uns fehlt einfach die Durchschlagskraft von vor der Winterpause.“

Daran änderte in Hälfte zwei auch der Verzicht auf einen defensiven Mittelfeldspieler und die Hereinnahme der Offensivkräfte Peter Popovic und Brian Dollen nichts mehr. „Jetzt ist auf jeden Fall Abstiegskampf angesagt, es ist noch enger geworden“, meinte Schwan mit Blick auf die Resultate der Konkurrenz. Nun gilt die volle Konzentration der Nettetaler der nächsten Partie nach Karneval daheim gegen Schlusslicht FSV Duisburg.

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