Union Nettetal in der Fußball-Oberliga nach dem Spiel bei der SpVg. Schonnebeck

Fußball-Oberliga : Ein schwarzer Abend für Union Nettetal

Beim Fußball-Oberligisten lief im Heimspiel gegen den VfB Hilden nichts zusammen. Max Pohlig sah die Ampelkarte. Khaled Daftari, derzeit Co-Trainer beim Regionalligisten Straelen, wird in der neuen Saison Kaderplaner der Unioner.

Dieses Spiel werden die Fußballer von Union Nettetal ganz schnell zu den Akten legen wollen. Eine deutliche Niederlage, ein verletzter Spieler, eine Gelb-Rote Karte, hinzu kommen einige gute Chancen, die vor dem gegnerischen Tor liegengelassen wurden – für den Oberligisten lief bei der deutlichen 0:4 (0:1)-Pleite am Abend des Gründonnerstags gegen den VfB Hilden kaum etwas zusammen.

Dabei wollte die Mannschaft von Trainer Andreas Schwan unbedingt nachlegen und den Sieg aus der Vorwoche bei der Spvg Schonnebeck (2:1) vergolden. Was nach den Ergebnissen vom zurückliegenden Spieltag gar nicht unwichtig gewesen wäre, da Nettetal den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf acht Punkte hätte ausbauen können. Stattdessen mussten sie sich damit abfinden, gegen formstarke Hildener einen schwarzen Abend erwischt zu haben. „Das war ein Scheißtag, an dem alles zusammenkam“, zog Andreas Schwan ein nüchternes Fazit der Partie, die schon unglücklich angefangen hatte. Union kam ordentlich ins Spiel und hatte gleich nach sieben Minuten eine Doppelchance, als erst René Jansen am Gästekeeper Marvin Oberhoff und in der Folgesituation Dennis Homann aus aussichtsreicher Position am Querbalken scheiterte. Und noch bevor Frederik Verlinden nach einem harten Zweikampf mit einer Platzwunde vom Feld musste und sich auf direktem Wege in Richtung Krankenhaus machte, gerieten die Unioner in Rückstand. Nettetals Torhüter Tim Tretbar eilte in einer Aktion aus dem Strafraum heraus und schoss bei seinem Klärungsversuch einen Hildener Spieler an. „Aus Reflex habe ihn dann festgehalten. Das war eine Dummheit von mir“, beschrieb Tretbar die Situation, die sich danach vor dem Sechzehner abspielte. Der Schiedsrichter gab Tretbar die gelbe Karte und entschied auf Freistoß für den VfB, den Stefan Schaumburg sehenswert und absolut unhaltbar in den Winkel setzte (15.).

Bis zum Pausenpfiff hatte Union zwei weitere gute Chancen, die aber nicht verwertet wurden. Von Hilden kam bis zum Ende des ersten Abschnitts wenig. „In der zweiten Halbzeit kamen wir ganz gut aus der Kabine, als wir auf 4-4-2 umgestellt haben“, analysierte Andreas Schwan, der in der Tat nach der Pause eine gute Phase seines Teams sah. Doch dann folgten die fünf Minuten, die diese Partie entscheiden sollten. In der 61. Minute wurde erst ein guter Schuss von René Jansen auf der Linie geklärt, im darauffolgenden Konter stand Hildens Fabio di Gaetano im Nettetaler Strafraum nach einer Flanke komplett blank und erzielte aus VfB-Sicht das 2:0. Knüppeldick kam es für Union, als Pascal Weber das dritte Hildener Tor erzielte (63.) und kurz danach Max Pohlig mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde (65.). Das Eigentor von Nico Drummer war der Schlusspunkt einer völlig verkorksten Partie für Union (75.).

Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass der Oberligist in Khaled Daftari, aktueller Co-Trainer des SV Straelen in der Regionalliga, einen Kaderplaner für die nächste Saison gefunden hat.

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