Überraschungsteam Teutonia Kleinenbroich, 1. FC Viersen als Verfolger

Fußball : Kleinenbroich überrascht die Konkurrenz

Vor dem Jahresendspurt können die Amateurfußballer aus der Region wegen des Totensonntag am Wochenende noch mal durchatmen. Eine sportliche Zwischenbilanz fällt für sie positiv aus. 1. FC Viersen und Jüchen in der Verfolgerrolle.

Die Amateurfußballer aus der Region dürfen in dieser Woche etwas durchatmen, denn aufgrund des Totensonntags entfällt der Spielbetrieb. Ein gute Gelegenheit, mal einen Blick auf den bisherigen Saisonverlauf in der Bezirksliga zu werfen. Drei Parteien stehen nach dem spielfreien Wochenende noch bis zur Winterpause an.

Die größte Überraschung Das ist zweifelsohne der SC Teutonia Kleinenbroich. Nach Platz sieben im Aufstiegsjahr war der Mannschaft von Cheftrainer Norbert Müller zwar erneut zugetraut worden, eine gute Rolle zu spielen, doch dass sie zum Ende der Hinrunde im Konzert der ganz Großen mitmischen würde, war damit sicherlich nur in den seltensten Fällen gemeint. Nur ein einziges Spiel ging verloren (3:4 beim SV Lürrip), zweimal wurden die Punkte geteilt (2:2 gegen Mennrath und 3:3 in Brüggen). Das bisherige Highlight war mit Sicherheit der knappe 1:0-Erfolg beim 1. FC Viersen Anfang September. In der kommenden Woche kommt es dann gegen den VfL Jüchen-Garzweiler, der nur einen Zähler weniger auf dem Konto hat (40), zum finalen Showdown um die Herbstmeisterschaft. Dritter im Bunde ist der 1. FC Viersen (ebenfalls 40 Punkte).

Noah Kubawitz bereitet in Mennrath viele Tore vor. Foto: FuPa

Die größte Enttäuschung Mit hohen Erwartungen war Kleinenbroichs Mitaufsteiger TDFV Viersen in die Saison gestartet, der im vergangenen Jahr sogar noch etwas besser abgeschnitten hatte. Mit der Aussicht, nicht mehr auf dem in die Jahre gekommenen Kunstrasenplatz unterhalb des Stadions am Hohen Busch spielen zu müssen, hatten sich vielversprechende Akteure zu einem Wechsel in Aytac Azmaz‘ Team entschieden. Doch nach nur einem Punkt aus den ersten vier Partien – mit dem Tiefpunkt bei der 1:7-Niederlage in Willich – und internen Zerwürfnissen gingen Azmaz und der Verein getrennte Wege. Mit Spielertrainer Bilal Lekesiz ging es zwar etwas bergauf, zwölf Punkte und der vorletzte Tabellenplatz sind aber sicherlich nicht das, was man sich der TDFV vorgestellt hatte.

Elvedin Kaltak ist der sichere Rückhalt des 1. FC Viersen. Foto: FuPa/Fupa

Die beste Offensive Noch beeindruckender wird die Kleinenbroicher Tabellenführung, wenn man sich die Torausbeute des Sportclubs anschaut. Denn es ist nicht etwa so, dass er seine Spiele knapp für sich entschied – in einem Drittel der absolvierten Partien (Schlusslicht SG Kaarst trat vor Wochenfrist nicht an) wurden vier Treffer oder mehr erzielt. Insgesamt liegt die Ausbeute bei 52 Treffern, was einem Schnitt von 3,25 pro Begegnung entspricht. Knapp dahinter lauern Victoria Mennrath (51) und der 1. FC Viersen (49). Mit 20 erzielten Toren ist der TDFV aus regionaler Sicht das offensivschwächste Team und steht in dieser Kategorie nur knapp vor der SG Kaarst.

Die beste Defensive Zwar steht der 1. FC Viersen noch nicht auf dem anvisierten ersten Tabellenplatz, zumindest was die Defensive angeht, sind die Mannen von Kemal Kuc aber schon Ligaspitze: Erst elfmal musste Keeper Elvedin Kaltak hinter sich greifen und behielt acht Mal eine weiße Weste. Annähernd an die Viersener Werte heran kommen nur Jüchen-Garzweiler (15 Gegentore, sechsmal zu null) und Kleinenbroich (16, 6).

Die herausragenden Spieler Spricht man über den Kleinenbroicher Erfolg, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Dominik Klouth. In der vergangenen Spielzeit mit 26 Treffern und zehn Assists schon überragender Mann, schickt sich der 25-Jährige an, seine persönlichen Bestmarken noch zu überbieten. Für 18 Einschüsse und zehn Vorlagen zeichnete er bislang verantwortlich und steht damit in der Torjägerliste auf Position eins und bei den Vorlagengebern auf vier. Gemeinsam mit Patrick vorn Hüls (12 Tore) hat Klouth mehr als die Hälfte aller Teutonia-Treffer erzielt. Auch die gewohnt offensivstarken Mennrather stellen in Paul Szymanski (16 Tore, Platz zwei) und Noah Kubawitz (19 Vorlagen, Platz eins) zwei Top-Spieler. Schaut man sich im Defensivbereich um, wusste vor allem Ibrahim Er vom 1. FC Viersen zu überzeugen.

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