U23 von Borussia Mönchengladbach zu Gast beim ASV Süchteln

Fußball : Borussias U23 zu Gast beim ASV Süchteln

Gerade sind Süchtelns Landesliga-Fußballer erst wieder in die Vorbereitung gestartet, da steht auch schon ein harter Test an. Über ASV-Coach Heinrich Losing kam der Kontakt zu der Regionalliga-Truppe aus Gladbach zustande.

Dass der ASV Süchteln am Donnerstag die erste von den höherklassigen Mannschaften aus dem Grenzland war, die in Vorbereitung auf die neue Fußball-Saison gestartet ist, hat einen guten Grund. Die Süchtelner empfangen am heutigen Samstag (13.30 Uhr) in Gestalt der U23 von Borussia Mönchengladbach einen hochkarätigen Testspielgegner. Da wollten sich die Gastgeber mit ihrem neuen Kader naturgemäß vorher schon mal beschnuppert haben, um sich in einem möglichst manierlichen Zustand präsentieren zu können.

Dass es den Süchtelnern überhaupt gelungen ist, den Bundesliga-Nachwuchs der Borussen auf die Süchtelner Höhen zu locken, haben sie den guten Kontakten ihres Trainer Heinrich Losing zu verdanken. Denn als Borussen-Coach Arie van Lent nach seiner aktiven Karriere ins Trainergeschäft einstieg und beim 1, FC Kleve damals noch in der alten Oberliga Nordrhein anheuerte, war Losing dort sein Spieler. In einer nervenaufreibenden Saison gelang ihnen im Sommer 2008 zusammen sogar der Aufstieg in Regionalliga. So etwas schweißt zusammen. Regelmäßigen Kontakt haben die beiden zwar nicht, aber die Handynummer des Ex-Profis hat Losing noch. „Ich habe ihn zunächst angeschrieben, dann haben wir kurz telefoniert und sind uns schnell einig geworden“, erzählt Heinrich Losing. Angesichts einen solchen Chance, schluckte er auch gerne die Kröte, so früh gegen den Regionalligisten antreten zu müssen. Die Borussen sind schon zwei Wochen im Training und werden dementsprechend auch körperlich viel weiter sein als die ASV-Spieler. Hinzu kommt, dass Losing auf einige Spieler wegen Verletzungen, Urlauben oder Sperren verzichten muss. „Dennoch ist das ein absoluter Höhepunkt, denn wir uns nicht entgehen lassen wollten“, sagt Losing und ergänzt überzeugt: „14 bis 16 Spieler stehen mir zur Verfügung. Wir werden eine gute Mannschaft aufbieten.“ Er hofft darauf, dass auch viele Borussen-Fans den Weg in den Sportpark Süchtelner Höhen finden und für eine entsprechende Atmosphäre sorgen.

Eine Atmosphäre, wie sie Losing auch aus seiner Zeit unter Arie van Lent kennt, als die Fans des Traditionsvereins 1. FC Kleve angesichts des sich anbahnenden Regionalliga-Aufstiegs aus dem Häuschen waren. Nachdem der Aufstieg dann tatsächlich gelungen war, wurde Losing vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Van Lent hätte zwar liebend gerne mit einem seiner Stamm-Abwehrspieler weiter gearbeitet, doch in der Regionalliga zog der Niederländer die Trainingshäufigkeit an und verlegte auch die Trainingszeiten auf den Nachmittag. „Die Spielklasse hat mich schon gereizt. Aber damals war ich 29 und wollte diesen Aufwand neben Beruf und Familie nicht mehr betreiben“, sagt Losing.

Stattdessen spielte er drei Jahre bei SW Essen in der NRW-Liga und heuerte anschließend beim SV Hönnepel-Niedermörmter an. Dort unternahm er dann als spielender Co-Trainer unter Georg Mewes auch die ersten Schritte ins Trainergeschäft, wurde mit der Mannschaft 2014 sogar Oberliga-Meister. Doch der Verein verzichtete aus finanziellen Gründen auf den Regionalliga-Aufstieg. Als sich nach einer weiteren Saison bei Hönnepel andeutete, dass der Verein mit Georg Mewes weitermachen würde, schaute sich Losing nach einer Stelle als Cheftrainer um. Glück für Süchteln, denn seit Losing 2015 die sportliche Verantwortung übernahm, ging es stetig bergauf. Welch gute Arbeit der 39-Jährige aus Kamp-Lintfort beim ASV geleistet hat, davon wird sich am heutigen Samstag auch sein ehemaliger Coach Arie van Lent überzeugen können.

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