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U11-Sparkassen-Cup bei BW Concordia Viersen mit Sieger FSV Mainz

Jugendfußball : Gute Stimmung trotz mäßigen Wetters

Auf der Anlage von BW Concordia Viersen waren während des U11-Sparkassen-Cups viele Regenschirme zu sehen. Dennoch hatten alle Beteiligten viel Spaß, insbesondere der siegreiche Bundesliga-Nachwuchs des FSV Mainz.

Mit zwölf Mannschaften ist der U11-Sparkassen-Cup vor zehn Jahren gestartet. Mischa Bongarz von Blau-Weiß Concordia Viersen muss es wissen. Schließlich hat der 40-Jährige das Turnier von erster Stunde an begleitet und organisiert. „Damals waren nur Mannschaften aus Deutschland dabei. In den nächsten Jahren haben wir dann erste Zusagen aus dem Ausland erhalten“, erklärte Bongarz. Inzwischen waren sogar schon Mannschaften aus Tschechien und Russland auf der Sportanlage am Ummertalweg in Helenabrunn zu Gast. An der zehnten Auflage nahmen 24 Mannschaften teil, darunter auch Teams aus Graz in Österreich und aus Lüttich in Belgien. Den Turniersieg sicherte sich am Ende der FSV Mainz durch einen 2:0-Erfolg im Finale gegen Borussia Mönchengladbach.

Auch die Nachwuchsmannschaften etlicher Bundesliga-Vereine kamen wieder nach Viersen. Insgesamt etwa 300 Kinder waren am Freitag, Samstag und Sonntag auf den Fußballplätzen des Vereins in Helenabrunn, hinzu kamen nach Bongarz’ Schätzungen noch zwischen 500 und 600 Besucher. Es wären wohl mehr geworden, hätte das Wetter etwas besser mitgespielt. An allen Turniertagen war es bewölkt, oder es hat geregnet. Den Kindern machte das nichts: „Zum Spielen haben die Trainer dieses Wetter lieber als knallende Hitze“, erklärte Bongarz. Manche Eltern drängelten sich währenddessen unter eine Holzüberdachung am Spielfeldrand, andere feuerten am Spielfeld unter dem Regenschirm an. Insgesamt herrschte auf und an den Plätzen trotzdem gute Stimmung.

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Die Mannschaften, die eine weite Anfahrt hatten, wurden bei Gastfamilien untergebracht. „Wir haben auch in den Vorjahren immer alle Kinder unterbringen können. In der Region haben wir in den Vereinen immer Gastfamilien gefunden“, sagte Bongarz. Zu den Gasteltern gehörte auch Stefan Sturm, dessen Sohn in der U11 des 1. FC Viersen spielt. Der 49-Jährige hatte mit seiner Familie zwei U11-Spieler aus Augsburg aufgenommen. „Wir haben das zum ersten Mal gemacht. Es hat alles ohne Probleme geklappt“, sagte Sturm. Auch mit der Veranstaltung ist der Vater zufrieden. „Ich finde, hier war alles richtig gut organisiert.“ Dafür, dass an den Turniertagen alles rund lief, sorgten rund 50 ehrenamtliche Helfer aus dem Verein. Die Verpflegung hatte der BWC mit einem Cateringservice abgedeckt, der unter anderem für alle 300 Spieler das Mittagessen lieferte. Eine Cafeteria wurde von Eltern organsisiert.

„Das wichtigste an den Turniertagen war, für alle Mannschaften viel Spielzeit rauszuholen“, sagte Bongarz. Freitag und Sonntag wurde ohne Ergebnissdruck gespielt. Am Samstag hingegen waren es Spiele mit Cup-Charakter. Da mussten dann die heimischen Teams gegen die starke Konkurrenz auch Lehrgeld zahlen. In der Vorrundengruppe A wurde Concordia Letzter, das einzige Tor gelang beim 1:6 gegen den VfL Wolfsburg. Der Nachwuchs des 1. FC Viersen in Gruppe C mit dem Sieger Bayer Leverkusen und der JSG Amern/Boisheim/Dülken in Gruppe D mit dem Sieger VfL Bochum mussten die Überlegenheit der Gegner ohne eigenen Treffer anerkennen.

Mischa Bongarz hört nach der 10. Auflage als Organisator des U11-Cups auf, die Turniertradition möchte der BWC Viersen aber weiterführen, sagte Yannik Erens, Jugendleiter des BWC Viersen: „Für die Kinder ist es ein tolles Erlebnis.” Nicht nur der internationale Austausch stehe im Mittelpunkt, auch die Spiele mit dem Bundesliga-Nachwuchs seien für die Kinder spannend. Erens: „Das zu erhalten ist wichtig, und wir möchten auch in Zukunft andere Vereine empfangen, die den Kindern diesen Austausch ermöglichen möchten.”