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Handball: TVL-Rückraum muss improvisieren

Handball : TVL-Rückraum muss improvisieren

Handball-Oberligist Lobberich reist morgen zur DJK Adler Königshof. Die Personalsorgen sind nach wie vor groß.

Man kennt sich, aber das macht es nicht einfacher. Im Gegenteil. Lobberichs Handballer stehen auch im Spiel bei der DJK Adler Königshof vor einer großen Herausforderung. Morgen müssen die Lobbericher beim Tabellennachbarn in der Oberliga antreten. Aktuell belegen die Lobbericher mit 25:17 Punkten den fünften Platz. Die Adler folgen den Nettetalern auf den Fersen. Sie erreichten in den bisherigen 21 Spielen nur einen Zähler weniger und könnten das Team von Jurek Tomasik mit einem Heimsieg überholen.

Lange Zeit sah es in dieser Spielzeit danach aus, als ob die Lobbericher vor Königshof landen würden. Doch nach der brillanten ersten Halbserie ging den Lobberichern das Personal aus. Zahlreiche Verletzungen und zuletzt auch Rote Karten katapultierten die Mannschaft aus der Spitzengruppe. Zuhause verlor die Mannschaft von Tomasik ihre letzten drei Spiele. Dafür läuft es auswärts besser. In Hiesfeld und in Remscheid holte das Team wichtige Erfolge. Damit legte der TV Lobberich den Grundstein, die Meisterschaftsrunde trotz aller aktuellen Schwierigkeiten mit einem Platz in der oberen Tabellenhälfte beenden zu können. Denn auch in Königshof ist das Personal knapp. "Wir sind dezimierter als dezimiert", meint Tomasik. Neben den Langzeitverletzten Stefan Pietralla und Matthias Stelten muss der Coach auf den rotgesperrten Benedikt Liedtke verzichten. Wie lange er auf den torgefährlichen Rückraumspieler verzichten muss, war Tomasik noch nicht bekannt. Insofern ist das Improvisationstalent der Lobbericher in der Besetzung der Rückraumpositionen wieder gefordert. In Remscheid, als Christopher Liedtke wegen einer Roten Karte zuschauen musste, sorgte Christian Welzel mit drei Toren aus dem Rückraum für die personelle Abwechslung, die wichtig ist, um die gegnerische Abwehr immer mal wieder vor neue Aufgaben zu stellen.

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Noch wichtiger dürfte die eigene Abwehr sein, denn die Königshofer haben einige sehr erfahrene Akteure, die jederzeit in der Lage sind, das Spiel des Gegners zu lesen und Lösungen zu finden. In erster Linie sind das natürlich die Spoo-Brüder Alex und Thorsten, aber auch die Rückraumschützen Fabian Bednarzik und Tim Christall. Vorige Woche, bei der Niederlage der Adler bei den Bergischen Panthern, fehlte Christall grippekrank. Zu Hause sind die Adler in dieser Saison schwer zu bezwingen. Bisher schafften es nur der Tabellenführer aus Aldekerk und Borussia Mönchengladbach, die Punkte aus Königshof zu entführen. Die Lobbericher sind sich dessen bewusst. Sie setzen auf die besondere Motiviation der Rivalität: "Man kennt sich. Das ist die alt bekannte Sache. Gegen Königshof ist es fast wie ein Derby", sagt Tomasik.

(wiwo)