Handball: TVL-Frauen überrollen Borken

Handball: TVL-Frauen überrollen Borken

Die Oberliga-Handballerinnen des TV Lobberich sind wieder in der Spur. Die Schützlinge von Trainer Marcel Schatten beherrschten ihren Angstgegner TV Borken beim 36:22-Heimsieg fast nach Belieben.

Wiedergutmachung war bei den Handballerinnen des TV Lobberich in der Oberliga angesagt. Und die gelang dann auch ziemlich eindrucksvoll, denn am Ende wurde der TV Borken mit 36:22 (20:12) deklassiert. "Das war heute eine tolle Vorstellung der gesamten Mannschaft", freute sich Trainer Marcel Schatten.

Das Team stand eindeutig im Vordergrund, da gab es keine Spielerin, die herausragte und auch die Bank war bei diesem Kantersieg ein Qualitätsmerkmal. Denn gleichgültig, wen Schatten auch einwechselte, es war zu keinem Zeitpunkt ein Bruch im Spiel der Gastgeberinnen auszumachen. "Nach dem Spiel in Beyeröhde mussten wir eine Reaktion zeigen, und das ist auch eindrucksvoll gelungen." Besonders auffällig war die Variabilität in der Deckung. Gleichgültig was Borken auch versuchte, Lobberich hatte stets die bessere Antwort parat. Sei es mit einer defensiveren Deckungsvariante und oder auch einer sehr offensiv ausgerichtete Interpretation. Es funktionierte einfach alles. Aus der sicheren Abwehr heraus konnte der TVL dann endlich wieder sein Tempospiel aufziehen. Ging es dann einmal in das gebundene Angriffsspiel über, bestachen die Gastgeberinnen durch ihre Schnelligkeit im 1:1-Verhalten oder durch gekonnt vorgetragene Spielkonzeptionen. Es lief schon fast zu perfekt. So war es nur menschlich, dass in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nicht alles wie am Schnürchen lief, aber zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung eigentlich schon entschieden.

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Den immensen Vorsprung nutzte Marcel Schatten dann auch für einige Experimente. So wurde beispielsweise die Torhüterin aus dem Spiel genommen, um dafür eine siebte Feldspielerin einzusetzen. "Das haben wir im Training noch nicht so häufig geübt", so der Lobbericher Trainer. "Dafür hat es allerdings schon recht gut funktioniert. Jetzt gilt es für uns, dieses Niveau nach Möglichkeit über die nächsten Wochen zu konservieren. Meine junge Mannschaft muss sicherlich noch sehr viel lernen, aber die Fortschritte, die sie bis dato schon vollzogen hat, machen mich wirklich stolz, und es ist wirklich noch mehr möglich."

(alpa)