TV LObberich vor dem Spiel bei Mettmann-Sport

Handball-Oberliga: Lobbericher hoffen in Mettmann auf einen Überraschungserfolg

Nach sieben Niederlagen in Folge könnte der Handball-Oberligist TV Lobberich endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis gebrauchen. Doch am Samstag geht’s zum Tabellenfünften.

Die Lage des Handball-Oberligisten TV Lobberich spitzt sich mehr und mehr zu. Mittlerweile stehen für den Aufsteiger sieben Niederlage in Folge zu Buche, so dass die Abstiegsplätze gefährlich nah kommen. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die SG Überruhr noch, die auf dem ersten Abstiegplatz steht Der bislang letzte Sieg der Lobbericher ist auf den 30. November vorigen Jahres datiert: Und die Aussichten sind nicht gerade rosig, dass sich das am Wochenende ändert. Schließlich geht es zum Tabellenfünften Mettmann-Sport. Allerdings haben die Lobbericher in dieser Saison auch bewiesen, dass sie es deutlich besser können.

Nicht aber im Hinspiel gegen die Mettmanner, das die Schützlinge von Spielertrainer Christopher Liedtke in eigener Halle mit 29:33 verloren. Besonders die Wirkungskreise des starken Mettmanner Rückraums muss der TVL deutlich einengen, um etwas Zählbares mit nach Hause nehmen zu können. Da wäre zuerst Regisseur Tim Wittenberg zu nennen. Er ist der Dreh- und Angelpunkt der Gastgeber. Er setzt seine Mitspieler, besonders die Kreisläufer, immer wieder glänzend in Szene und verfügt zudem noch über einen sehr starken Schlagwurf, der oft unverhofft auf das gegnerische Gehäuse zurast. Hinzu kommz der Mettmanner Haupttorschütze Andre Loschinski, der ein ständiger Unruheherd ist.

Eine weitere Stärke der Gastgeber ist es, das Tempo über die gesamte Spielzeit sehr hoch zu halten und dabei eine Vielzahl der Tore über die erste und die zweite Welle sowie durch eine schnell ausgeführte Mitte zu erzielen. Damit die Stärken der Hausherren nicht zum Tragen kommen, ist ein starkes Rücklaufverhalten oberste Pflicht und gerade in diesem Punkt haderte es bei Lobberich in den jüngsten Spielen. „Wir generieren in jedem Spiel eine Vielzahl guter Chancen, die wir aber leider nur unzureichend nutzen“, betont Liedtke und fügt hinzu. „Das müssen wir deutlich verbessern, damit Mettmann nicht zu einfachen Toren kommt. Zwingen wir sie in das gebundene Spiel, haben wir durchaus gute Möglichkeiten zu bestehen, denn unsere Abwehrverhalten war in den letzten Wochen wirklich sehr gut.“

Personell sieht es quantitativ nicht so schlecht aus bei den Lobbericheren, sie müssen nur auf zwei Spieler verzichten. Neben Dennis Föhles fehlt allerdings auch Felix Himmel, dessen Torgefahr in Mettmann sicher helfen würde. Beim ersten Aufeinandertreffen gelangen ihm stolze elft Treffer. „Im Hinspiel haben wir Mettmann sehr lange Paroli bieten können“, erinnert sich Christopher Liedtke. „Natürlich sind wir krasser Außenseiter, aber vielleicht hilft uns das ja weiter. Wir können ohne Druck auflaufen und holen kann man immer etwas, wir müssen nur an den richtigen Stellschrauben drehen.“

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