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Handball: TV Lobberich rührt mit Erfolg Beton an

Handball : TV Lobberich rührt mit Erfolg Beton an

Beim TV Jahn Hiesfeld hat der Handball-Oberligist aus Nettetal aus der Not eine Tugend gemacht. Als die Personalmisere sich durch eine Rote Karte weiter verschärfte, wurde noch mehr auf Defensive gesetzt. Am Ende gab's einen 22:18-Sieg.

Jurek Tomasik war stolz auf seine Spieler. "Wir haben ein Zeichen gesetzt. Das hat uns allen Spaß gemacht", sagte der Trainer des TV Lobberich nach dem 22:18-Erfolg seiner Mannschaft beim TV Jahn Hiesfeld. Mit dem Sieg beendeten die Lobbericher ihre Negativserie mit vier verlorenen Spielen. Der TV Lobberich behauptet somit auch seinen Platz im oberen Tabellendrittel der Oberliga.

18 Gegentore - das ist schon eine Hausnummer mit ausgesprochenem Seltenheitswert in der Handball-Oberliga. Kein Wunder, das Jurek Tomasik, dem die Defensive immer ein ganz besonderes Anliegen ist, die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben stand. "Wir haben ein Bollwerk aufgebaut. Das war ganz hervorragend und das mit dieser dezimierten Mannschaft", meinte der Coach anerkennend.

Im Grunde waren es nicht die Voraussetzungen, unter denen die Lobbericher ein Spiel für sich entscheiden mussten. Marcel Schatten, Tobias Liedtke und Stefan Pietralla fehlten sowieso verletzt und dann kam diese 30. Minute noch hinzu. Die Lobbericher hatten beim 7:4 schon drei Gegenstöße ausgelassen, und beim 12:11 zeigten die Schiedsrichter Christopher Liedtke nach einem Foul die Rote Karte. Liedtke, einer der wichtigsten Torschützen und oft genug Taktgeber im Offensivspiel der Lobbericher, durfte nur noch zuschauen. "Was sollten wir machen. Wir mussten es so versuchen. Das war unsere einzige Möglichkeit", erklärte Tomasik seine Fokussierung auf die Abwehrarbeit. Gesteuert von Dennis Föhles und Christian Welzel im Abwehrzentrum liefen die Lobbericher zur Hochform auf. Für die Spieler des TV Jahn Hiesfeld gab es kaum mehr ein Durchkommen, nicht durch das Zentrum, aber auch nicht über die Außen- oder die Halbpositionen. Die Lobbericher kannten die Laufwege der gegnerischen Spieler und blockierten sie. Sie verhinderten darüber hinaus auch die Anspiele an den Kreisläufer. Die Bälle, die dennoch auf das Tor kamen, entschärfte Torhüter Matthias Hoffmann in souveräner Manier. Die Lobbericher ließen in der zweiten Hälfte lediglich vier Feldtore zu und das, ohne eine einzige Zeitstrafe zu kassieren.

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Im eigenen Angriff taten sich die Lobbericher allerdings ebenso schwer, Tore zu werfen wie die Hiesfelder. Über 15:15 und 17:17 blieb das Spiel ausgeglichen. Erst in den letzten Minuten setzten sich die Lobbericher über 19:18 und 20:18 ab. Tomasik lobte den beherzten Auftritt seiner Mannschaft. Angesichts der Matchstrafe für Christopher Liedtke sei der Sieg umso höher zu bewerten. "Das ist eine Motivation für die nächsten Spiele", meinte Tomasik.

(wiwo)