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Handball: TV Lobberich reist zum Duell der Aufsteiger

Handball : TV Lobberich reist zum Duell der Aufsteiger

Durch den guten Oberligastart haben sich die Nettetaler viel Respekt erarbeitet, doch Trainer Tomasik warnt vor der DJK Unitas Haan.

Der Respekt ist den Handballern des TV Lobberich sicher. Vier Spiele, sechs Pluspunkte - das ist aller Ehren wert, erst recht als Aufsteiger. Der sensationell gute Saisonstart verändert aber auch die Ausgangssituation für die Mannschaft. Der Aufsteiger gilt nicht länger als Außenseiter. Ganz Verwegene rechnen die Lobbericher schon zum Kreis der Titelanwärter.

Davon ist Trainer Jurek Tomasik meilenweit entfernt: "Es hätte auch anders kommen können. Bei den Auftaktgegnern hätten es auch 0:8 Punkte sein können." Er warnt vor dem nächsten Kontrahenten. Morgen treten die Lobbericher im Duell zweier Aufsteiger bei der DJK Unitas Haan an.

"Wir müssen uns warm anziehen", sagt Trainer Jurek Tomasik. Die Haaner hatten ihn schon in der Vorbereitung begeistert. Das bestätigten die Haaner laut Tomasik in den ersten Spielen, obwohl es nur einen Sieg gab. Gegen Langenfeld hätte Haan mit fünf Toren geführt und mit einem Tor verloren. Die Parallele folgte gegen Remscheid, als Unitas Haan nach einer Führung ebenfalls 23:24 unterlag. "Mit Pech. Ich habe das selber gesehen", meint Tomasik. Gegen die Hiesfelder, die gemäß Tomasik eine der stärksten Mannschaften der Liga zu sein scheinen, blieben die Haaner bis in die Schlussphase auf Augenhöhe, verloren aber klarer. Die ersten Punkte holte die DJK bei den Bergischen Panthern. "Sie sind richtig gut besetzt", erklärt der Coach und verweist unter anderen auf den routinierten Stefan Graedtke im Tor, Lars Krüger im linken Rückraum, David Rosiak der aus Langenfeld kam, oder Janik Köhler im Aufbau.

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So ganz genau weiß der Coach noch nicht, wo sein Team genau steht und wie stabil seine Spieler gute Leistungen abrufen können. Deshalb mahnt er zur Vorsicht und will die 6:2-Punkte, die dem TV aktuell den dritten Tabellenplatz bescheren, nicht überbewerten. "Ich erinnere nur an die DJK Mülheim-Saarn", meint Tomasik. Die Mülheimer führten in der vergangenen Verbandsliga-Saison die Tabelle zwischenzeitlich an. Am Ende stiegen sie ab. In Haan müssen die Lobbericher erstmals ohne Tobias Liedtke auskommen. Der Kreisläufer musste sich einer Schulteroperation unterziehen. "Das ist eine komplizierte Geschichte", sagt der Trainer. Er rechnet daher damit, dass der Routinier erst in etwa vier Monaten wieder ins handballspezifische Training einsteigen kann. Für Liedtke könnte die Saison damit schon zu Ende sein.

(wiwo)