TV Lobberich nach Niederlage in der Handball-Oberliga gegen den TV Aldekerk II

Handball-Oberliga : Lobberich hängt mächtig durch

Im prestigeträchtigen Spiel gegen den TV Aldekerk II kassierte der Handball-Oberligist aus Nettetal eine 27:32-Heimniederlage – für den Aufsteiger schon die sechste Schlappe in Folge.

Im Prestigeduell gegen den TV Aldekerk II gab es für die Oberliga-Handballer des TV Lobberich nichts zu gewinnen. Der TVL unterlag daheim 27:32 (14:15). „Aldekerk war gut, und wir hatten keinen guten Tag“, sagte Spielertrainer Christopher Liedtke. Der Vorletzte der Liga aus Aldekerk verbesserte mit dem Erfolg seine Chancen im Kampf um den Verbleib in der Spielklasse. Die Lobbericher hingegen hängen mächtig durch. Für den Aufsteiger war es die sechste Niederlage in Folge. Damit rutschen sie auf den füntfletzten Platz ab. „Wir haben jetzt zum Glück über Karneval eine Woche Pause. Da können die Spieler den Kopf frei bekommen“, meinte Liedtke.

Nach dem 1:2, Gegentoren ausgerechnet durch die zukünftigen Lobbericher Justus Dambacher und Lauritz Weisz, übernahm Lobberich das Kommando. In Gestalt von Florian Mähler drehten sie die Partie zum 4:2. Die Hausherren dominierten fortan bis zum 10:7. „Wir sind gut reingekommen“, sagte Liedtke. Doch danach hatten die Gäste wieder mehr vom Spiel. Sie glichen zum 10:10 aus und gingen mit der 15:14-Führung in die Pause. Das ging vor allem auf etliche technische Fehler der Lobbericher zurück. Darüber hinaus offenbarten sich in der Defensivarbeit einige Probleme. So gelang es den Gastgebern im Innenblock nicht, Aldekerks Kreisläufer Justus Dambacher unter Kontrolle zu bekommen oder Fabian Küsters im rechten Rückraum zu bremsen. Dambacher erzielte sechs Tore, Küsters gleich acht. „Wir hatten keinen Zugriff auf den Aldekerker Angriff“, meinte Liedtke.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel entwickelte sich ein Spiel mit wechselnden Führungen auf Augenhöhe. Liedtke bezeichnete die Leistung seiner Mannschaft in dieser Phase als „solide“. Die Lobbericher verpassten es dann aber beim 19:18, 20:19 oder 21:20, den Vorsprung auszubauen, weil die Quote an technischen Fehlern hoch blieb. Die Gäste nutzten die Fehler der Lobbericher immer wieder zu Gegenstoßtoren. Nach dem 25:25 ging den Gastgeber in der Schlussphase der Saft aus. „Uns fehlt ab der 45. Minute einfach die Leichtigkeit. Das war schon gegen Borussia Mönchengladbach so. Dafür stellt sich dann Unsicherheit ein“, erklärte Liedtke. Aldekerk nutzte die Chance und setzte sich nach einer 28:27-Führung entscheidend ab.

„32 Gegentore sind zu viele. Daran müssen wir arbeiten“, erklärte Liedtke, der aus seiner Mannschaft alleine Florian Mähler lobte. Der wieselflinke Außenspieler markierte acht Tore. Auffällig war auch, dass sich lediglich fünf Spieler aus der Lobbericher Mannschaft am Torreigen beteiligten.

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