TV Lobberich nach der knappen Heimniederlage gegen die HG Remscheid

Handball-Oberliga : Der TV Lobberich verpasst nur knapp eine Überraschung

Gegen den Aufstiegskandidaten aus Remscheid hielten die Handballer aus Nettetal lange Zeit gut mit. Ein paar Fehler zu viel sorgten aber letztlich für eine 26:29-Heimniederlage.

Der TV Lobberich war nahe dran an einer Überraschung, aber am Ende reichte es doch nicht. Der Tabellenzweite der Handball-Oberliga, die HG LTG/HTV Remscheid setzte sich beim Aufsteiger 29:26 (13:13) durch. „Schade, ich bin zufrieden mit dem Spiel, aber es wäre mehr drin gewesen“, sagte Spielertrainer Christopher Liedtke. Wie knapp es war, verdeutlichte Sekunden nach dem Spielschluss der ausgelassene Jubel der Gäste. Die Remscheider behalten mit dem Sieg den Aufstieg im Auge.  Für Lobbericher gibt auch diese Niederlage einen wertvollen Fingerzeig, denn im Hinspiel, war der TVL mit 24:35 noch absolut chancenlos. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir eine gute Entwicklung genommen haben“, meinte Liedtke.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der der TV Lobberich zwischenzeitlich immer mal wieder mit zwei Toren führte, verlor die Mannschaft zu Beginn der zweiten Hälfte ein wenig den Anschluss. Vom 14:14 zog Remscheid auf 18:15 und 21:17 davon. In der Folge mussten die Gastgeber hinterherlaufen. Mit viel Engagement arbeitete sich die Mannschaft in der 46. Minute durch Jan von Eycken auf 21:22 heran. Etliche Zeitstrafen verhinderten in den folgenden Minuten, dass die Lobbericher ausgleichen konnten. Obwohl auch die Gäste einige Zeitstrafen schlucken mussten, hielten sie konstant einen knappen Vorsprung.

Gut sechs Minuten vor dem Ende, beim 24:25 nahmen die Gäste eine Auszeit und sorgten kurze Zeit später mit den Treffern bis zum 27:24 für die Entscheidung. Einige überhastete Abschlüsse, etwa von Christopher Liedtke, ein Wurf von Lennard Greven bei angezeigtem Zeitspiel neben das Tor, ein Abschluss von Jan von Eycken, den Remscheids Keeper parierte, oder ein Schuss von Ruben Dorenbeck an den Pfosten brachen Lobberich das Genick. Die Gäste, angeführt von Michael Heimannsfeld, schafften es hingegen, trotz der immer offensiver werdenden Lobbericher Abwehr beispielsweise ihren Kreisläufer in Abschlusspositionen zu bringen.

Der Coach der Lobbericher musste anerkennen, dass seine Mannschaft in den entscheidenden Momenten die Fehler unterlaufen seien. „Wir sind schlecht aus der Pause gekommen und haben die Überzahlsituationen schlecht ausgespielt“, analysierte er. Ruben Dorenbeck, der zehn Tore aus dem Rückraum erzielte, stach aus der guten Lobbericher Mannschaft heraus.

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