TV Lobberich nach dem Derby gegen den TSV Kaldenkirchen

Handball-Verbandsliga : Derby bringt die Halle zum Toben

Lobberichs und Kaldenkirchens Frauen trennten sich in der Verbandsliga 32:32.

Ein richtiges Derby zeichnet sich durch Emotionen, Willenskraft und Leidenschaft aus. Genau so war es am vergangenen Wochenende beim Verbandsligaspiel der Damen-Reserve des TV Lobberich daheim gegen den TSV Kaldenkirchen. Beim bis zur letzten Sekunde hart umkämpften Spiel standen sowohl beide Mannschaften als auch die Fans permanent unter Strom und gaben alles für einen Sieg. Letztendlich endete das Spiel 32:32.

Die ersten paar Minuten verliefen ausgeglichen und waren von einigen Fehlwürfen und teilweise starken Paraden der Lobbericher Torhüterin Agnes Lennackers geprägt. Die Kaldenkirchenerinnen fanden dann aber immer besser ins Spiel und setzten sich nach zehn Minuten mit 8:4 ab. In Unterzahl kämpften die Lobbericherinnen sich wieder zurück in die Partie. Vor allem Pauline Sirries (10) und Anna Kössl (9) übernahmen Verantwortung. Sirries erzielte in der 22. Minute den Ausgleich zum 11:11. „In der Deckung haben wir nicht gut gestanden. Wir haben es nicht geschafft, die individuelle Qualität der beiden Spielerinnen zu verteidigen“, berichtete Kaldenkirchens Trainer Frank van den Broek. Auf Kaldenkirchener Seite waren es Luisa Engels (13) und Tatjana van den Broek (8), die den Lobbericherinnen in der Abwehr permanent Schwierigkeiten bereiteten. „Engels erwischte definitv einen Sahnetag. Wir hatten in der Abwehr nichts gegen ihre Rückraumwürfe entgegenzusetzen“, so Lobberichs Trainerin Anke Winkels über die TSV-Spielerin.

In der zweiten Spielhäfte ging es rasant weiter. In der 57. Minute ging die Mannschaft von Harald Orbon und Anke Winkels dann erstmals in Führung beim 31:30. Es folgten drei hochspannende letzte Minuten. Als die Lobbericherinnen 35 Sekunden vor Schluss das 32:31 warfen, tobte die Halle. Kaldenkrichen erspielte sich aber noch eine Freiwurfsituation. Wie bereits einige Male im Spiel stand Luisa Engels bereit und versenkte den Ball zum 32:32. Nach dem Spiel waren sich beide Trainer einig: Es war ein tolles Handballspiel, in dem sich beide Mannschaften redlich einen Punkt verdient hatten.