Handball-Oberliga : TV Lobberich zeigt trotz Niederlage gute Ansätze

Ihr erstes Spiel nach der Rückkehr in die Handball-Oberliga verloren die Nettetaler mit 27:29 gegen den Titelkandidaten LTV Wuppertal.

Die Überraschung blieb aus. Die Handballer des TV Lobberich verloren zum Saisonauftakt in der Oberliga 27:29 (12:15) daheim gegen den LTV Wuppertal. Vor 200 Zuschauern musste der Aufsteiger früh erkennen, dass die Gäste keineswegs gewillt war, Geschenke zu verteilen. Sie nutzten jeden Fehler der Lobbericher mit aller Konsequenz zum eigenen Vorteil und siegten am Ende verdient. „Wir haben uns selber geschlagen. Aber ich bin trotzdem positiv gestimmt, denn wir haben gesehen, dass wir mithalten können“, sagte Trainer Christopher Liedtke.

Ruben Dorenbeck hatte die besondere Ehre, das erste Tor für den TVL in der Oberliga zu werfen. Dieses 1:0 sorgte für einen der wenigen Glücksmomente einer Führung der Hausherren in der Lobbericher Werner-Jaeger-Halle. In der 6. Minute traf Felix Himmel zum umjubelten 2:1. Das sollte dann schon die letzte Führung für den mit so viel Begeisterung angetretenen Aufsteiger sein. Nach dem 2:2 setzten sich die Wuppertaler über 4:2 und 8:4 ab. In der Folge kämpften sich die Lobbericher immer wieder ein wenig heran, so ganz gefährlich wurden sie den Gästen aber nicht. Wuppertal behaupte eine Führung von zwei bis vier Toren bis zum Seitenwechsel. „Wir haben vorne einfache Fehler gemacht und über die erste und zweite Welle Gegenstöße kassiert. Unsere Fehler sind wie ein Boomerang bestraft worden“, meinte Liedtke.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erlaubten sich die Lobbericher eine Schwächeperiode, in der die Gäste ganz schnell die Vorentscheidung herbeiführten. Obwohl sie zwei Zeitstrafen kassierten, bauten die Wuppertaler in Unterzahl ihren Vorsprung auf 19:13 aus. „Wir haben unsere Überzahlsituationen nicht hundertprozentig genutzt. Vielleicht wollten wir zu viel. Ich hatte das Gefühl, dass wir in einem Angriff gleich zwei Tore machen wollten. Da müssen wir lernen, abgezockter, mit Ruhe und Köpfchen zu spielen“, meinte Liedtke.

Der klare Rückstand demoralisierte die Lobbericher nicht. Sie rannten den bis zu sieben Toren unverdrossen hinterher. Und sie belohnten sich, als sie auf 27:29 verkürzten. „Gegen einen Aufstiegsaspiranten mit zwei Toren zu verlieren, ist nicht das Schlechteste. Ich habe viele gute Sachen gesehen“, sagte Liedtke. So stand die Abwehr gegen den gebundenen Angriff der Gäste sicher. Auch im Angriff fanden die Lobbericher Lösungen sowohl gegen die 6:0-Abwehr, als auch die 5:1-Variante und die Manndeckung. Felix Himmel setzte einige gute Akzente. Auch Tobias Liedtke löste seine Aufgabe auf der Außenposition gut.

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