TV Lobberich in der Handball-Oberliga nach Remis bei Unitas Haan

Handball-Oberliga : Geschwächter TV Lobberich besteht im Topspiel gegen Haan

Die Oberliga-Handballer aus Nettetal mussten vor dem Auswärtsspiel gegen Unitas Haan kurzfristige Ausfälle verkraften. Dennoch brachten sie ein 27:27 mit nach Hause. 

Der Chef höchstselbst krönte eine starke Leistung des TV Lobberich. Bei der DJK Unitas Haan, aktuell Tabellenzweiter in der Handball-Oberliga, erzielte Spielertrainer Christopher Liedtke in der Schlusssekunde das 27:27 (13:12). Der Aufsteiger sorgt damit weiterhin für Furore und belohnt sich mit dem vierten Platz in der Tabelle. „Das war toll. Der Wahnsinn. Eine echt richtig gute Mannschaftsleistung“, sagte Liedtke.

Liedtke musste mit ran, weil die Lobbericher viele Ausfälle zu beklagen hatten. Neben Merzenich und Hinzen sowie Torhüter Matthias Hoffmann fielen kurzfristig auch Florian Mähler und Felix Himmel nach dem Warmlaufen aufgrund von Schulterproblemen aus. Trotzdem ließen sich die Gäste davon nicht irritieren. „Es war unser Ziel, weniger als 25 Tore zu kassieren, damit wir etwas mitnehmen können“, erklärte Liedtke. Dies führte dazu, dass sich die Lobbericher auf die Abwehrarbeit fokussierten. Haans Spielmacher wurde mit einer offensiven 5:1-Abwehr ein wenig aus dem Spiel genommen, um die Lauf- und Passwege des Gegners zu stören. Im Zentrum und auf den Halbpositionen lösten Alex Hankmann, Nelson Weisz, Dennis Föhles oder Tobias Liedtke die Aufgaben wirkungsvoll, so dass etwa Domagoj Golec, einer der wichtigsten Schützen der Haaner, nur ein Tor erzielen konnte. „Jeder hat jedem geholfen, und wir hatten in Niklas Bastians einen überragenden Torhüter“, berichtete der Coach. Bastians kam insgesamt auf 17 Paraden.

In der Offensive hielt der TVL den Ball lange in den eigenen Reihen und suchte den Abschluss über die Seiten. Das führte immer wieder zum Erfolg, auch weil dem Team nur fünf technische Fehler unterliefen. Lobberich blieb gegen die Haaner, die von der ersten Minute an die Führungstreffer vorlegten, immer in Schlagdistanz. Nach einer Parade von Bastians nahm Co-Trainer Markus Holstein 13 Sekunden vor dem Ende die Grüne Karte. Die Lobbericher entschieden sich, den Durchbruch über Halb und Außen zu suchen, und Christopher Liedtke belohnte sich und sein Team mit dem 27:27. „Das war verdient. Wir haben das im Kollektiv wirklich gut gemacht“, sagte Liedtke.